07.06.2016, 12:52 Uhr

Reden ist Gold ...

Andreas Moser, Georg Santner und Matteo Eichhorn (v.l.) machen das Gymnasium Tamsweg durch ihre Reden überregional und österreichweit bekannt.

Schüler des Gymnasiums Tamsweg brillieren bei überregionalen Redewettbewerben.

Seit Jahren begeistern Schüler des Gymnasiums Tamsweg mit ihren Reden bei landes- und bundesweiten Wettbewerben. Auch heuer schafften es Schüler des Gymnasiums wieder zum Bundesredewettbewerb in Graz und zum Finale des Poetry Salms in Salzburg. Die Bezirksblätter Lungau wollten die "Redekünstler" persönlich kennenlernen. Im Interview stand schnell fest: Wortkarg sind die Jungs auch "privat" nicht.

"Eine Rede ist mehr als reden"

Andreas Moser (16 Jahre), Georg Santner und Matteo Eichhorn (beide 17 Jahre) nehmen seit Jahren regelmäßig an Wettbewerben rund um's Reden teil. Dabei packen die Jungs keine "Teenie-Themen" an. Georg Santner löste z.B. mit seiner Rede zum Thema "Grenze" das Ticket für den Bundesredewettbewerb in Graz: "Unsere Lehrer in Deutsch, Mathe und politische Bildung sind so mitreißend, dass Politik und Gesellschaftswissenschaft für uns nichts Abstraktes, sondern Lebendiges sind. Daher halten aktuelle Themen auch in unsere Reden Einzug", erklärt Georg Santner. Der leidenschaftliche Theaterspieler ist bekannt für seine mitreißende Mimik und Gestik. "Ich möchte diese Leidenschaft gerne zum Beruf machen. Auf der Bühne zu stehen und gehört zu werden, ist toll."

"Was mich packt"

Mit seiner "komödiantischen" Darbietung rund um den Lungauer Dialekt konnte Matteo Eichhorn den Einzug ins Finale des "Dialekt Poetry Slam" feiern: "Wenn mich ein Thema packt, dann könnte ich Stunden darüber sprechen. Gute Reden entstehen dann, wenn ich radikal kürze. Am Ende bleiben die besten Minuten übrig." Worüber er beim Finale in Salzburg sprechen will, weiß Matteo noch nicht genau – "aber es wird auf jeden Fall etwas Lustiges werden. Ich bringe zu Zuhörer gerne zum Lachen."

"Auftritte geben Selbstbewusstsein"

Der jüngste Redner in der Runde ist Andreas Moser. "Mich hat Matteos Begeisterung angesteckt. Daher wollte ich es auch versuchen", so der 16-Jährige, der heuer bereits zum dritten Mal beim Landesredewettbewerb angetreten ist. "Ich denke, dass ich von dieser Erfahrung nur profitieren kann. Es ist ein gutes Gefühl, sicher vor Menschen sprechen zu können und die Auftritte geben mir Selbstbewusstsein."

"Jugend ist vielseitig"

Als "Streber" gelten die klugen und wortgewandten Jungs in ihrer Schule nicht: "Die Jugendlichen sind vielseitiger geworden. Es gibt nicht mehr nur Sportler oder nur Musiker. Viele sind in diversen Bereichen gut. Da unser Schule das Reden so stark unterstützt, sind wir hier keine Außenseiter. Wie bekommen Anerkennung für unsere Leistungen", sind sich die drei einig.
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