18.04.2016, 15:51 Uhr

Vorwurf der Veruntreuung

Polizei (Symbolfoto).

Geschäftsführer soll sein Autohaus in Tamsweg betrogen haben

TAMSWEG (pjw). Wie die Polizei informierte, habe Mitte Dezember 2015 die Besitzerin eines Autohauses in Tamsweg Anzeige gegen ihren Geschäftsführer erstattet. Die Unternehmerin hätte angegeben, dass dieser diverser Untreuehandlungen verdächtig sei. Nach nun fünfmonatiger Ermittlungsarbeit durch die Polizeiinspektion Tamsweg wurden in Summe zwölf mutmaßlich Beschuldigte (auch firmenexterne) in der Causa ausgeforscht, die nun der Staatsanwaltschaft Salzburg angezeigt werden.

Ein sechsstelliger Schaden

Die Autofirma hätte laut Polizei einen Schaden in der Höhe von zirka 500.000 Euro erlitten. Diesen Schaden hätte der Geschäftsführer durch mutmaßliche Untreuehandlungen verursacht, wobei er sich mit einem Teilbetrag von 60.000 Euro bereichert haben soll. Der Verdacht seitens der Polizei besteht, dass der Geschäftsführer durch eine für die Ermittler nicht nachvollziehbare Geschäftsphilosophie im Gebrauchtwagensektor die Firma in die Insolvenz hätte führen wollen, um sie dann selber zu übernehmen. Die mutmaßlichen Untreuehandlungen seien laut Polizei im Zusammenwirken zwischen Geschäftsführer und Buchhalter ausgeführt worden. Der Buchhalter habe etwa Firmenvermögen im Auftrag des Geschäftsführers auf ein Privatkonto angewiesen. Zudem seien private Aufwendungen des Geschäftsführers auf Firmenkosten abgerechnet worden.

Keine Kunden geschädigt

Weiters sei es auch zu mutmaßlichen Versicherungsbetrugshandlungen gekommen: an diesen hätten laut Polizei vereinzelt Mitarbeiter des Autohauses mitgewirkt. Den Ermittlungen nach hätten sich die Mitarbeiter jedoch nie persönlich bereichert, sondern nur einen Arbeitsauftrag ausgeführt. Es sei auch zu internen mutmaßlichen Versicherungsbetrügereien gekommen; Kunden seien laut Polizei dadurch nie geschädigt worden. Der Gesamtschaden zum Nachteil der Versicherungen betrage rund 35.000 Euro.
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