22.04.2016, 09:07 Uhr

Hinter den Kulissen der Bundespräsidenten-Wahl

Österreich wählt seinen Bundespräsidenten - die ersten Ergebnisse gibt's ab 17 Uhr auf https://www.meinbezirk.at/salzburg (Foto: MEV Verlag GmbH/Kitting)

Gemeinde-, Landes- und Bezirkswahlbehörden, Landesstatistik und Landesinformatik sorgen für reibungslosen Ablauf.

SALZBURG. Am kommenden Sonntag, dem 24. April 2016 wird die Bundespräsidentin oder der Bundespräsident für Österreich gewählt. Im Hintergrund sorgen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes dafür, dass alles ordnungsgemäß abläuft und schon ab 17 Uhr erste Ergebnisse gezeigt werden können.

Wie das Landes-Medienzentrum in einer Presseaussendung informiert sind im Bundesland Salzburg 188.537 Männer und 205.046 Frauen wahlberechtigt. Davon sind 1.740 Auslandsösterreich und 1.753 Auslandsösterreicherinnen, also Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft mit derzeitigem Hauptwohnsitz außerhalb von Österreich.

Sobald das Wahllokal schließt beginnt die Auszählung

Sobald die Stimmkuverts in der Wahlurne sind und das Wahllokal schließt, beginnt die Arbeit der Sprengelwahlbehörden. Sie öffnen die Wahlkuverts, zählen die Stimmen aus, halten das Ergebnis in einer Niederschrift fest und melden dieses an die betreffende Gemeindewahlbehörde. Die Gemeindwahlbehörden tragen die Ergebnisse der Sprengelwahlbehörden in eine zentrale EDV-Lösung des Landes ein, aus denen automatisiert wesentliche Teile der Wahlniederschriften ausgegeben werden. Die Ergebnisse werden durch spezielle EDV-Programme mit den Vorwahlergebnissen verglichen, zu Zwischenergebnissen auf Bezirks-, Regionalwahlkreis- und Landesebene summiert, für die Präsentation im internen bzw. externen Netz aufbereitet und in dieses übernommen.

Rund 2.700 Wahlhelfer im Einsatz

Die Gemeinden tragen wieder zu einem ganz wesentlichen Teil dazu bei, dass das Wahlergebnis zustande kommt. In 529 Sprengel- und in 119 Gemeindewahlbehörden in Land und Stadt Salzburg sind am Wahlsonntag rund 2.700 Salzburgerinnen und Salzburger im Einsatz - zunächst bei der Administration der Stimmabgabe, dann bei der Auszählung der Stimmen und im Anschluss daran bei der Ermittlung des Wahlergebnisses auf Sprengel- und Gemeindeebene.

Landeswahlbehörde wacht über rechtmäßigen Ablauf

Die Ergebnisermittlung für die Stadt Salzburg erfolgt durch Mitarbeiter des Magistrats, die die Ergebnisse für die 162 Wahlsprengel ermitteln, in der Folge zum Gesamtergebnis und damit zum Ergebnis des Wahlbezirks Salzburg Stadt zusammenfassen und an die Landeswahlbehörde übermitteln, die unter der Leitung von Landeswahlleiter Michael Bergmüller mit einem Stab an Mitarbeitern auf alle rechtlichen und organisatorischen Aspekte des korrekten Ablaufs der Wahl achtet.

Wahlpräsentation spielt "alle Stückerln"

Die Ergebnisse werden in der Wahl-Datenbank auf allen relevanten regionalen Ebenen, das heißt von den Salzburger Gemeinden, Bezirken und Regionalwahlkreisen bis zum Land Salzburg sowie für die neun Bundesländer und für Österreich insgesamt präsentiert. Eine Übersichtsdarstellung zeigt die Ergebnisse der Bundespräsidentenwahlen seit 1951 für das Land Salzburg und für Österreich. Es gibt aber nicht "nur" die Ergebnisse in tabellarischer und grafischer Form, sondern auch Analysen der Ergebnisse in Textform. Diese Informationen gibt es für alle Wahlen auf Bundes- und Landes- und Gemeindeebene in gleicher Weise.
Bereits zwei Tage vor dem Wahlsonntag, also am Freitag, 22. April, wird das System auf die aktuelle Wahl "umgestellt".

Landestatistik koordiniert die Ergebnispräsentation

Damit das alles in "Echtzeit" geschieht, kommen umfangreiche EDV-Programme und eine beachtliche Zahl an EDV-Komponenten bzw. -Geräten zum Einsatz. Das Team der Landesstatistik rund um Gernot Filipp ist hier im Einsatz und koordiniert die gesamte Abwicklung. Sie werden von der Landesinformatik durch mehrere erfahrene Mitarbeiter in verschiedenen Schlüssel-Funktionen unterstützt, um das reibungslose Ineinandergreifen des inzwischen doch recht komplizierten Räderwerks zu gewährleisten. Insgesamt sind rund 15 Personen in der "Schaltzentrale" aktiv. Es gilt dabei nämlich nicht nur, die Ergebnisse möglichst schnell vorzulegen, sie sollen auch übersichtlich aufbereitet und benutzerfreundlich zugänglich sein. Daneben gibt es noch in der Bundeswahlbehörde beim Bundesministerium für Inneres einen Stab von Mitarbeitern, die für die Zusammenführung der Ergebnisse der neun Bundesländer sorgen.

Weitere Berichte zur Wahl des Bundespräsidenten finden Sie hier.
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