30.06.2016, 07:30 Uhr

Seit der Markterhebung im Jahr 1416 floriert St. Michael, das sein Markt-Jubiläum heuer feiert

Bgm. Manfred Sampl: "Viele Dinge, die uns heute als selbstverständlich erscheinen, mussten einst hart erarbeitet werden."

600 Jahre, die den Ort prägten.

ST. MICHAEL (pjw). Am 9. Juli 1416 – es war ein Donnerstag – hat Erzbischof Eberhard III. von Neuhaus den Ort St. Michael im Lungau zum Markt erhoben. Knapp 400 Einwohner hatte der Markt damals. Heute haben knapp 3.700 Menschen ihre Heimat in St. Michael.
"Die Markterhebung vor 600 Jahren hat wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung unseres St. Michael gehabt", erzählt Bürgermeister Manfred Sampl. "Es bedeutete für die Marktteilnehmer nämlich bestimmte Privilegien – wie Zollvergünstigungen, Ausnahmen bei Handelsbeschränkungen, etwa die Erlaubnis des Anbietens von Waren/Gütern, die außerhalb von Marktzeiten nicht erlaubt waren. Zudem bekam der Markt St. Michael die niedere Gerichtsbarkeit, das Recht der Wahl eines Marktrichters, das Recht der Einhebung von Abgaben und Steuern, die zum Teil im Topf der Marktgemeinde blieben. All das hat St. Michael zur attraktiven Metropole des Handels gemacht und ihm zum Aufschwung verholfen", schildert Bürgermeister Sampl.

"Daraus Kraft schöpfen"

"Viele Dinge, die uns heute als selbstverständlich erscheinen, mussten in den vergangenen Jahrhunderten hart erarbeitet werden", räumt der amtierende Ortschef, Manfred Sampl, ein. "Jubiläen, wie das Festjahr 2016, sollen auch dazu beitragen, diese Leistungen bewusst in den Vordergrund zu stellen und daraus Kraft für die heutigen Herausforderungen zu sammeln", schließt er.
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