03.10.2016, 16:35 Uhr

Wer zu heimischen Lebensmitteln greift, vermeidet Tierleid zu importieren

Franz Eßl: "Die hohen österreichischen Standards müssen aber auch entsprechend bezahlt werden. Es liegt an uns allen, dass wir Tierleid nicht importieren und keine mit niedrigen Standards erzeugten Lebensmittel zu Schnäppchenpreise kaufen."

Ein paar Gedanken und Ansichten des ÖVP-Tierschutzsprechers, Nationalratsabgeordneter Franz Eßl, anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober.

TAMSWEG. Etwas mehr Ehrlichkeit beim verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Tierwohl wünscht sich der ÖVP-Tierschutzsprecher, der Nationalratsabgeordnete Franz Eßl aus Tamsweg, anlässlich des morgigen Welttierschutztages (4. Oktober). Eßl: "Wir haben in Österreich – im Vergleich zu anderen europäischen Ländern – sehr strenge Regelungen, vor allem aber auch ein hohes Verantwortungsbewusstsein, die den respektvollen Umgang mit Tieren sicher stellen. Handeln wir alle danach", fordert Eßl etwa auch beim Kaufverhalten der heimischen Konsumenten mehr Aufmerksamkeit bei der Produktwahl ein.

"Tierleid nicht importieren"

Eßl weiter: "Die hohen österreichischen Standards müssen aber auch entsprechend bezahlt werden. Es liegt an uns allen, dass wir Tierleid nicht importieren und keine mit niedrigen Standards erzeugten Lebensmittel zu Schnäppchenpreise kaufen."

Eßl: Dem Tierwohl nutzen ehrliche Taten mehr als belehrende Worte

"Mahnende oder gar belehrende Worte sind das eine, aber nur verantwortungsvolles Handeln sorgt für Tierwohl", so Eßl mit Verweis Initiativen, die in den vergangenen Jahren etwa bei der Tierhaltung umgesetzt worden seien. Eine sehr wertvolle Initiative sei etwa "Tierschutz macht Schule", zu dem Eßl gratuliert, den diese feiert heuer ihr zehnjähriges Jubiläum. "Hier wird notwendige Aufklärungsarbeit geleistet – auch was richtiges Kaufverhalten betrifft", zeigt sich Eßl erfreut.

"Heimisch essen auch außer Haus!"

Zahlreiche Maßnahmen seien auch im Bereich der Lebensmittelkennzeichnung gesetzt worden. Mit der Änderung der Vergaberichtlinien bei Ausschreibungen in öffentlichen Küchen nach dem Bestbieterprinzip und der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung für Frischfleisch seien Meilensteine nicht nur bei einer verstärkten Qualitätsorientierung sondern auch einer Verbesserung des Tierwohls gelungen. "Aber da geht noch mehr", pocht Eßl etwa auf einer Ausweitung des Bestbieterprinzips auf alle Milchprodukte. Zudem möchte Eßl an viele positive Beispiele in der Gastronomie erinnern, die bereits jetzt beim Außer-Haus-Verzehr die Gäste über die Herkunft ihrer Lebensmittel informieren würden. "In diese Richtung müssen wir weitere Schritte setzen: In Zukunft sollte jeder Gast in einer Großküche, einer Kantine oder in einem Gastronomiebetrieb klar erkennen können, woher die wichtigsten Lebensmittel – wie etwa Fleisch oder Eier – stammen", sagt Eßl.

Eßl für die Festlegung von EU-weit geltenden Tierwohlstandards

Auf europäischer Ebene spricht sich Eßl für die Festlegung von EU-weit geltenden Tierwohlstandards bei der Vergabe von Exportkreditgarantien aus. "Denn EU-Gelder sind Gelder unserer Steuerzahler und damit sollte Tierleid auf keinen Fall gestützt werden", betont der Lungauer Nationalratsabgeordnete.
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