14.10.2016, 15:08 Uhr

Trotz Niedrigzinsen wird im Salzburger Lungau fleißig gespart

Beim Pressegespräch am Marktplatz in Tamsweg – diesmal in einem Wohnmobil: Stefan Bogensperger („Innovationsbotschafter“ der Sparkasse im Lungau), Filialleiter Franz Kröll und Stefan Soriat (Unternehmenskommunikation).

"Sparen sollte in den Köpfen nicht länger nur mit Sparbuch gleichgesetzt werden“, so Franz Kröll, Filialleiter der Salzburger Sparkasse im Lungau. Ein Patentrezept, das für jeden gleichermaßen funktioniere gebe es nicht; ein Anlagemix aus Sparbuch, Wertpapieren und Versicherungen bringe langfristig gesehen die besten Chancen auf Erträge.

LUNGAU. Die langanhaltenden Niedrigzinsen können den Salzburgern die Lust aufs Sparen nicht vermiesen. Dies geht aus einer aktuellen Imas-Studie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen hervor. Sieben von zehn sagen, dass ihnen sparen weiter wichtig sei. Der nominale Sparbetrag sei in den letzten Jahren sogar deutlich angestiegen: auf 257 Euro im Jahr 2016. Das Plus werde allerdings in erster Linie auf dem Girokonto geparkt. Ansonsten habe sich bei der Art der Geldanlage so gut wie nichts verändert: Das Sparbuch bleibe mit 78 Prozent die Top-Sparform; zwei Drittel der Salzburger besitzen einen Bausparvertrag und jeder Vierte ein Wertpapier.

Beste Chancen mit Anlagemix

„Sparen sollte in den Köpfen nicht länger nur mit Sparbuch gleichgesetzt werden“, rät Franz Kröll, Filialleiter der Salzburger Sparkasse im Lungau. Nur ein Anlagemix aus Sparbuch, Wertpapieren und Versicherungen bringe langfristig gesehen die besten Chancen auf Erträge. „Alles nur am Sparbuch zu haben ist genauso falsch, wie alles in Aktien zu stecken“, meint Kröll.

Fachwissen fehlt vielen

Übrigens: Über 40 Prozent der Salzburger würden eine Veranlagung in Wertpapieren in Erwägung ziehen, wenn sie das entsprechende Wissen dazu hätten. „Das ist auch die Aufgabe der Berater, die Dinge verständlich zu erklären und mit Kunden auf Augenhöhe zu sprechen. Nur so kann man gemeinsam an einer vernünftigen Anlagestrategie arbeiten“, sagt Franz Kröll. Auch wenn es um das Wissen um Finanzbegriffe in der Bevölkerung schlecht bestellt sei, sagen immerhin fast acht von zehn Salzburgern, dass der Berater in ihrer Bankfiliale ihr erster Ansprechpartner sei, wenn es um Geldanlage geht. Erst weit abgeschlagen folgten Freunde und Bekannte mit 29 Prozent sowie das Internet mit 13 Prozent.

Es gibt kein Patentrezept

Bei Betrachtung von längeren Zeiträumen werde beim Thema Geldanlage eines sehr schnell klar: Es gibt kein Patentrezept, das für jeden gleichermaßen funktioniert und jede Veranlagungsvariante hat ihre Höhen und Tiefen. „Daher ist eine Aufteilung auf verschiedene Anlageklassen so wichtig“, betont Kröll. Das Anlagekonzept You Invest, das vor drei Jahren aufgelegt wurde, bilde diesen Ansatz ab.

Kontaktloses Bezahlen im Vormarsch

Themenwechsel: Laut Kröll und seinen Kollegen befindet sich kontaktloses Bezahlen im Vormarsch. In Österreich habe sich nach anfänglicher Skepsis das kontaktlose Bezahlen mittels NFC-Technologie (Near Field Communication) weitgehend durchgesetzt. „Von unseren Sparkassenkunden wird bereits jede vierte Transaktion an Bankomatkassen mit NFC bezahlt. Besonders bei Kleinstbeträgen unter 25 Euro haben sich die Zahlen in den letzten zwölf Monaten verdreifacht“, erläutert Kröll. Bei der Sparkasse seien bereits 100 Prozent der ausgegebenen Bankomatkarten NFC-fähig.

Mit Armband oder Sticker bezahlen

„In Österreich einzigartig und von Erste Bank und Sparkassen als Innovationsführer neu auf den Markt gebracht, sind die beiden Produkte BankCard Micro und BankCard Sticker“, erklärt Kröll.

Nachholbedarf bei Unternehmen

Auf Seite der Firmen seien derzeit 42 Prozent der Bankomatkassen in Österreich NFC-fähig, bis 2020 sollen alle Terminals mit dieser Funktion ausgestattet sein. Vorreiter sei dabei die Lebensmittelbranche, wo bereits 85 Prozent der Kassen NFC-fähig sind. Auch Bankomaten werden bald NFC-fähig sein. „Uns ist es wichtig, dass Kunden frei wählen können, wie sie bezahlen. Wir bieten neue, bequeme und sichere Möglichkeiten an, entscheiden muss das dann aber jeder für sich“, meint Kröll abschließend.
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