30.03.2016, 09:00 Uhr

Margaretner Verleger: Mit Büchern auf Erfolgskurs

Aus Liebe zur Literatur gründet Schütz seinen Septime-Verlag.

Jürgen Schütz bringt mit dem Septime-Verlag Weltliteratur nach Wien

MARGARETEN. "Ich mache Bücher für Menschen, die gute Literatur lesen wollen und nicht nur Berieselung suchen", beschreibt der Margaretner Verleger Jürgen Schütz seine Philosophie. Im Programm gibt es ausschließlich Romane und Erzählungen. Ein Kochbuch würde er nicht einmal machen, wenn es Barack Obama schreiben würde, so das Prinzip des Unternehmers.
Bei der Auswahl setzt Schütz auf internationale Top-Autoren, die hier noch wenig bekannt sind. Viele kommen aus Südamerika. Die Renner im letzten Jahr waren aber Japaner wie Shūsaku Endō, der mit „Schweigen“ gerade ganz oben auf der Hitliste steht. "Bald kommt der gleichnamige Film von Kultregisseur Martin Scorsese in die Kinos", freut sich Schütz. Der Verleger gräbt nicht nur internationale Perlen aus. Auch heimische Nachwuchstalente wie Tobias Sommer oder Valerie Fritsch, beide für den Bachmann-Preis nominiert, schreiben für seinen Septime-Verlag. "Fritsch gewann den zweiten Platz und ist jetzt zu Suhrkamp gewechselt. Das spricht für sich“, sagt Schütz.

Liebe zur Literatur

Der Margaretner gründete seinen Verlag 2008, macht von der Grafik über die Programmauswahl bis zum Vertrieb und den Lizenzen alles selbst. Für Furore sorgte seine James Tiptree Jr. Werkausgabe. Neben Tiptree liebt Schütz südamerikanische Autoren. Der Top-Titel im aktuellen Programm ist „Die Gehörlosen“ von Rodrigo Rey Rosa. Ein sozialkritischer Roman aus Guatemala.
Weitere Infos im Internet auf www.septime-verlag.at
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