26.09.2016, 09:16 Uhr

Vienna Design Week 2016: Margareten im Fokus der Designer

Elli Schindler ist Projektleitung der Festivalzentrale, die hier in den ehemaligen Bothe & Ehrmann Ausstellungshallen untergebracht ist

Eine Woche lang wird der fünfte Bezirk bei der Vienna Design Week zum Mittelpunkt der Stadt.

MARGARETEN. Als diesjähriger Fokusbezirk – im Vorjahr war dies Favoriten –zeigt sich Margareten von seiner kreativsten Seite. Nicht nur im 19. Jahrhundert war der Bezirk eine Handwerkerbastion, auch heute befindet sich hier eine Vielzahl an lokal produzierenden Unternehmen und Ateliers von Kunstschaffenden, die zwei Wochen lang ihre Pforten für Design-Interessierte öffnen. Übrigens: In Margareten ist vor 10 Jahren auch die Idee zur Vienna Design Week entstanen. Festivaldirektorin Lilli Hollein hat hier mit den beiden Mitbegründern Tulga Beyerle und Thomas Geisler 2007 ihr erstes Büro in der Margaretenstraße 96 bezogen und von dort aus bis zur Übersieldung ins „stilwerk Wien“ 2012 die jährliche Vienna Design Weekorganisiert. „Wir haben uns natürlich weiterentwickelt, Mitarbeiterzahl, Budget und der Programmumfang sind mit den Jahren gewachsen. Unverändert ist unser Anspruch, im In- und Ausland zu einem lebendigen Design-Diskurs beizutragen. Wir wollen Wien zu einer ´city full of design´ machen“, erklärt Lilli Hollein.


Jugendstiljuwel als Festivalzentrale

Mit den ehemaligen Bothe & Ehrmann Ausstellungshallen in der Schloßgasse 14 – nur wenige Schritte vom Margaretenplatz entfernt – bezieht die Vienna Design Week heuer das wohl nuancenreichste Festivalwohnzimmer in ihrer zehnjährigen Geschichte. Was ursprünglich als Geschäftslokal für eine Kunsttischlerei diente, die Stilmöbel für die ganze Monarchie erzeugte, beherbergt nunmehr zehn Tage lang das Treiben der Vienna Design Week. Mit einer Fülle an Talks, Workshops und Ausstellungen bilden die denkmalgeschützten Räumlichkeiten der Festivalzentrale einen spannenden Dreh- und Angelpunkt von Österreichs größtem Designfestival.

Von Kinder-Führungen über die Präsentation der Kreativszene des heurigen Gastlandes Tschechien, Workshops zum neuen Festival-Schwerpunkt Industrial Design bis hin zum „Open Office Magazin“, in dem jeder live zehn Designschaffenden bei der Arbeit über die Schulter schauen kann. Am 8. Oktober findet zudem im Auditorium der Festivalzentrale ein Symposium zum Thema Buchdesign, Magazingestaltung und Inclusive Design statt. In der Festivalzentrale wird für die Besucher im Hof ein Pop Up-Heuriger mit dem „G´schupften Ferdl“ und eine eigene Raststation eingerichtet. Während der Festivaldauer ist die Zentrale – sie ist gleichzeitig Info Point, Treffpunkt für Exkursionen und Veranstaltungsort – von 11 bis 20 Uhr geöffnet.


Elli Schindlers Tipps:

Heuer gibt es erstmals 65 Programmpartner aus unterschiedlichsten Bereichen und 70 Adressen in ganz Wien, davon 19 alleine in Margareten, die während der 10. Vienna Design Week besucht werden können. Alle Veranstaltungen sind frei zugänglich. „Schließlich wollen wir für möglichst viele Menschen Entstehungs- und Produktionsprozesse sichtbar machen und experimentelles Arbeiten vor Ort anregen“ erklärt Elli Schindler, Projektleitung Festivalzentrale, Programmpartner und Magazin. Der bz hat Projektleiterin Elli Schindler ihre persönlichen Lieblingsorte verraten:

1. Die Festivalzentrale mit vielfältigen Programmpartner-Beiträgen, der Gastland Ausstellung, der Präsentation des Outstanding Artist Awards 2016, dem open office MAGAZIN, zwei Debüt Beiträgen uvm. - Cocktail am Samstag, 1.10. von 17 - 20 Uhr

2. Die 3 Passionswege Projekte in der Wehrgasse mit der Klavierwerkstatt Lenz (Glen Baghurst), Neon Kunze (rENs) und Werk-stadt Philipp Cibulka (Michael Strach) - Eröffnung & Cocktails am Samstag, 1.10. zw. 15 und 18 Uhr

3. Die vier Projekte im Rahmen des Formats Stadtarbeit: Vebshtul, Feuerküche, Designding Locality und Transmigration - Eröffnungen am Samstag, 1.10. ab 17 Uhr.

Alle weiteren Infos sowie das gesamte Programm unter www.viennadesignweek.at
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