21.08.2016, 14:28 Uhr

Maria Anzbach, die Buchbergwarte und das Goldammer-Museum

Maria Anzbach
Maria Anzbach: Gemeindezentrum | Ein wenig in Vergessenheit geraten ist der schmucke Wallfahrtsort Maria Anzbach. Ein Ort mit viel Geschichte und Geschichten. Erste Erwähnung in Chroniken findet man 998, da wird der Name mit Amizinesbach urkundlich erwähnt. Die alte Wehrkirche, jetzt Wallfahrtskirche "zur Mutter der Barmherzigkeit", wurde 1199 errichtet und 1529 von Türken total zerstört. Erst 100 Jahre später wieder hergestellt und mit Befestigungsanlagen versehen. 1683 warfen die Türken eine brennende Fackel in die hölzerne Kanzel, doch diese erlosch und es entstand kein Feuer. Nach der Pestzeit, wurde das Gebiet fast ausgerottet. In dieser Zeit entstanden die jährlichen Wallfahrten. Im Kellerraum der angeschlossenen Martini-Kapelle sind die Gebeine des aufgelassenen Friedhofes aufbewahrt.

Gegenüber der Kirche befindet sich das Goldammer Museum Galerie Anzbach. Karl Goldammer wurde in Maria Anzbach geboren und der rührige Galerist Alfred Altenburger hat das Museum aufgebaut. Es sind Exponate aus dem gesamten Schaffensbereich von Karl Goldammer zu besichtigen.

Unbedingt sollte man auch dem Buchberg einen Besuch abstatten (469 m hoch). Das 1949 abgebrannte Schutzhaus mit Restaurationsbetrieb wurde 2003 wieder eröffnet und im September 2004 die neu errichtete, 22,5 Meter hohe Buchbergwarte eingeweiht. Der Aussichtsturm bietet eine herrliche Panorama-Fernsicht, die an klaren Tagen einen Blick vom Schneeberg im Süden bis zum Traunstein im Westen erlaubt. Das Schutzhaus lockt mit einer wunderschönen Terrasse und einigen Stuben, auch eine Kleintierhaltung pflegt man, die immer wieder vor allem die Kids begeistert. Last but not least wartet der hervorragende Restaurationsbetrieb mit einer großen Auswahl an delikaten Speisen auf.
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