26.03.2016, 08:30 Uhr

„Pappeln Opfer der SPÖ-Willkür“

Die Pappeln vor der HAK mussten aus Sicherheitsgründen umgeschnitten werden. (Foto: Stadtgemeinde)

Mattersburg: ÖVP und Grüne wettern gegen Rodung 80 Jahre alter Bäume

MATTERSBURG. In der Osterwoche wurden vor der Handelsakademie in Mattersburg sechs Bäume umgeschnitten. Dabei handelt es sich um ca. 80 Jahre alte Pappeln, die laut Stadtgemeinde schon sehr in Mitleidenschaft gezogen waren. Die Bäume wurden von Experten untersucht, die festgestellt haben, dass die Äste dürr sind und bei Wind leicht brechen. Da das Areal rund um die Pappeln vor allem von SchülerInnen stark frequentiert wird, war für die Verantwortlichen der Stadtgemeinde die Sicherheit nicht mehr gegeben.

„Demokratiedefizit“

Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde mit keinem Wort erwähnt, dass die Bäume gefällt werden sollen! So eine Maßnahme hat für unser Stadtzentrum und das Ortsbild gravierende Auswirkungen – die Opposition davon nicht zu informieren, zeigt von einem gewaltigen Demokratiedefizit,“ ärgert sich die Grüne Gemeinderätin Sonja Sieber.

„Wollten sie nur weg haben“

Die Bäume wurden bis jetzt jährlich einer genauen Inspektion unterzogen und dürre Äste wurden entfernt. Warum nun eine derart drastische Maßnahme notwendig war, ist für die Grünen nicht nachvollziehbar. „Es wäre ja noch verständlich, wenn aus irgendeinem Grund einer der Bäume vollständig abgestorben oder krank geworden wäre, aber die gesamte Allee zu fällen, zeigt, dass man die Bäume einfach weghaben wollte“, ist sich Sieber sicher.

„Wahrzeichen gefällt“

„Diese Bäume sind eines der Wahrzeichen unserer Stadt. Klar ist: Wenn Gefahr im Verzug ist, sind die Pappeln zu entfernen. Aber leichtfertig hätten die beinahe rund 100 Jahre alten Bäume nicht gefällt werden sollen. Jedenfalls ist für die Nachpflanzung von Pappeln zu sorgen“, betont ÖVP-Vizebürgermeister Michael Ulrich.
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Christine Horvath aus Mattersburg | 28.09.2016 | 19:48   Melden
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