09.05.2016, 12:50 Uhr

Wir essen burgenländisch

Familie Degasperi-Wanek aus Antau berichtet über die erste Woche des „regionalen Experiments“.

ANTAU. Vergangene Woche startete das regionale Experiment „Wir essen burgenländisch“ mit dem Ziel, sich ein halbes Jahr nur von regionalen Produkten zu ernähren.

„Bin viel aufmerksamer“

„Es ist total interessant. Ich gehe viel aufmerksamer einkaufen. Es ist jedoch sehr schwer, burgenländische Produkte zu bekommen. In Supermärkten sind die-se hauptsächlich mit Herkunft Österreich ausgewiesen“, erklärt Martina Degasperi-Wanek ihre ersten Eindrücke.

Regional beim Greißler

„Sehr gut funktioniert der Einkauf bei unserem Greißler im Ort. Dort werden sehr viele regionale Produkte angeboten – da weiß man dann ganz genau, woher die Lebensmittel kommen“, so Degasperi-Wanek, die anderorts jedoch Probleme wittert. „Ich wollte auf einem der vielen Stände entlang der B50 Richtung Neusiedl einkaufen – diese Produkte kommen jedoch aus dem Marchfeld. Ich habe sogar italienische Erdbeeren gefunden, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet." Auch der Eisenstädter Bauernmarkt ist nicht täglich geöffnet – auch das stellte die Familie vor ein Problem. Degasperi-Wanek hofft jedoch, mit Fortdauer des Projekts viele Erfahrungen zu sammeln, die den regionalen Einkauf erleichtern werden.

Regionale Burger

Beim gemeinsamen Abendessen am Freitag ist das jedenfalls beinahe perfekt gelungen, denn beim Grillen konnte die Familie beinahe ausschließlich auf Regionalität setzen: „Die Burgerbrötchen kommen leider aus Deutschland. Normalerweise mache ich diese selbst. Aber die viele Arbeit im Garten, wo leider auch alle meine Tomaten vom Frost zerstört wurden, ließ das diesmal leider nicht zu.“

Regelmäßige Berichte

Die Familie versucht nicht nur, sich regional zu ernähren. Sie berichtet auch regelmäßig über Erfolge wie Misserfolge, gibt spannende Einblicke und lässt Sie hautnah an den Erfahrungen teilhaben – auf meinbezirk.at/bgld/regional haben Sie die Möglichkeit, über das Projekt am Laufenden zu bleiben. „Beim Schreiben überlege ich doch bei jedem Satz etwas länger. Mein ,Blog' wird ja von ziemlich vielen Leuten gelesen. Da will ich natürlich, dass es gut klingt und meine Botschaften ankommen“, geht Martina Degasperi-Wanek das Schreiben eigentlich recht flott von der Hand.

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