24.09.2016, 00:00 Uhr

Bundesheer als Pannenhelfer

Große Überraschung für Fabian, Philipp, Dominik, Lukas und Korporal Laurenz (v.l.n.r): Gisela Ebermayer-Minich hat ihnen eine Dankeschön-Torte mitgebracht

Vier junge Grundwehrdiener und ihr Korporal leisteten auf der Edelsinnstraße Pannenhilfe.

Der rote 2er Golf Jahrgang 1988 von Gisela Ebermayer-Minich weigerte sich mitten auf der Fahrbahn in der Edelsinnstraße weiter zu fahren. Die verzweifelte Autolenkerin sah sich nach Hilfe um, als fünf junge Männer gerade nach Dienstschluss die Meidlinger Kaserne in der Schwenkgasse 47 verließen.

"Mir ist sofort aufgefallen, dass da etwas nicht stimmt", erinnert sich Dominik Fabsits, der die Panne als erster entdeckte. Unter den vier Grundwehrdienern war auch Philipp Cygnarowski, ein gelernter Kfz-Mechaniker, der auch gleich zu Hilfe eilte. Doch Schaden war auf den ersten Blick keiner zu entdecken.

"Wir vermuteten, dass der Tacho nicht mehr richtig anzeigte und einfach der Tank leer war", so Fabsits. Das dachte zuerst auch die Lenkerin, die den Beinahe-Oldtimer nur ab und zu im Sommer benutzt.

"Die Burschen haben den Wagen dann zur gegenüberliegenden Tankstelle geschoben, das war eine große Hilfe und ich wollte mich gleich bedanken", erzählt die Lenkerin. "Sie sagten nur, das war doch selbstverständlich, und waren wieder fort."

Eine Torte als Dankeschön

Der leere Tank war schließlich doch nicht schuld: Es war eine kaputte Lichtmaschine. Der ÖAMTC schleppte schließlich den Wagen von der Tankstelle in die Werkstatt. Doch ganz ohne ein richtiges Dankeschön wollte die Hietzinger Unternehmensberaterin die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen.

"Es heißt immer, die jungen Leute von heute seien nicht hilfsbereit, das stimmt nicht. Aber es ist natürlich nicht selbstverständlich, dass jemand spontan hilft", so Gisela Ebermayer-Minich. Sie nahm Kontakt mit der Kaserne auf und überraschte ihre Helfer mit einer selbst gebackenen Torte.

Fabian Pichler, Dominik Fabsits, Lukas Burger, Philipp Cygnarowski und deren Korporal Laurenz Hechtl - alle zwischen 19 und 25 Jahre alt - waren begeistert. Einen Dankeschönbrief gab es auch noch.
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