01.10.2016, 00:00 Uhr

Parkplatz nur mehr für Bewohner

Herbert B. ärgert sich über das Anrainerparken in der Zenogasse.

Des einen Leid, des anderen Freud herrscht in der Zenogasse seit dem neuen Anrainerparken. Herbert B. ist sauer über die neue Parkregelung in seiner Gasse.

"Ich teile mir mit dem Sohn meiner Freundin ein Auto. Da es auf ihn angemeldet ist und er im 3. Bezirk wohnt, habe ich natürlich kein Parkpickerl für Meidling", so Herbert B.

Car-Sharing sei gut für die Umwelt und günstig. Die Stadt unterstütze das. Aber das private Auto-Teilen bringt dem Meidlinger große Probleme: In der ganzen Zenogasse gibt es nur noch Anrainerparkplätze. Hier können nur Autos mit einem gültigen Pickerl für Meidling parken: sieben Tage in der Woche rund um die Uhr.

"Ich kann nun nicht mehr in der Zenogasse, in der ich wohne, parken", so Herbert B. Auch Besuch kann nun kaum noch mit dem Auto herkommen. Und mit den Öffis sei dieses Eck des Tivoli auch benachteiligt. "Außerdem gab es keine Befragung und auch keine Info darüber, dass das Anrainerparken kommt", so der Meidleringer. Er fordert, dass die Entscheidung rückgängig gemacht werde.

Hohe Zufriedenheit

Befragung gab es keine, so Bezirksvorsteherin Gabriele Votava (SPÖ) auf bz-Nachfrage: "Der Wunsch kam aus der Bevölkerung. Wir haben uns das in zwei Grätzeln angesehen. Aber nur in der Zenogasse war die Auslastung der Parkplätze über 90 Prozent. Diese Auslastung ist Bedingung, um Anrainerparkplätze einzurichten. Die Anrainer sind hochzufrieden", so Voglhuber.

Schilder verwirren


Nur Herbert B. ist unglücklich. Und er ist überzeugt, dass auch andere Anrainer nicht einverstanden sind. "Ich habe bereits 36 Euro Strafe zahlen dürfen, weil ich nicht einmal bemerkt hatte, dass es auf einmal Anrainerparken gibt", so der Meidlinger. Er bemängelt auch, dass die Tafeln nicht gut zu sehen seien.

Die Zenogasse ist eine Sackgasse, hat zwar nur eine Fahrspur, ist aber in beiden Richtungen befahrbar. Trotzdem seien die Schilder so aufgestellt, dass man denkt, das Anrainerparken betrifft nur eine Straßenseite. "Fährt man von der Tivoligasse hinunter, sieht man die Tafeln rechts. Schaut man links, sind sie nur von hinten zu sehen – und umgekehrt", so Herbert B.

Teil-Lösung in Sicht

Dieses Problem wird demnächst behoben: "Die Bodenmarkierung hat noch gefehlt, allerdings wird die demnächst angebracht. Somit ist das Anrainerparken besser erkenntlich", so Votava.

Zur Sache

Betroffen sind etwa zwei Drittel der Zenogasse, abgehend von der Tivoligasse. Das sind 41 Parkplätze. Weiter unten, beim Grünen Berg, gibt es noch Stellplätze, die auch Besucher benutzen können - mit Parkschein.
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