03.09.2016, 00:00 Uhr

Stadt Wien sagt Nein zu Ampel

Autokolonnen und Schwerverkehr machen ein Kreuzen der Breitenfurter Straße zur Gefahr, so Anrainerin Maria Zeiner.

Stachegasse: Bezirk und Bewohner wollen eine Ampel in der Stachegasse. Die Stadt sagt: "Nicht nötig"

MEIDLING. "Für uns ist es beinahe unmöglich, die Breitenfurter Straße zu überqueren", so Anrainerin Maria Zeiner: "Die Kreuzung zur Stachegasse ist viel befahren und kaum ein Auto hält beim Zebrastreifen."

Um zur Haltestelle des Busses 64A in Richtung Stadt zu kommen, muss man über die Breitenfurter Straße. Gerade zu Stoßzeiten sei dies ein Spießrutenlauf, so Zeiner.

"Oft kommt man nur auf die Hälfte der Fahrbahn. Dann wartet man, während an beiden Seiten Laster und Pkw vorbeirasen", berichtet die Anrainerin. Aber nicht nur Fußgänger hätten hier ein Problem: Ein Einbiegen mit dem Auto von der Stachegasse in Richtung Stadt sei während der Stoßzeit kaum möglich.

Bezirk unterstützt Anrainer

"Der Mittelstreifen ist zu schmal, um hier wirklich stehen bleiben zu können", so Zeiner. Sie fährt nun lange Umwege, um mit ihrem Auto ungefährdet in die Breitenfurter Straße zu kommen.

Die Anrainer fordern hier eine Ampel. Unterstützung bekommen sie auch vom Bezirk. "Das ist eine langjährige Forderung von uns", so SPÖ-Bezirksvize Wilfried Zankl. Problem: Die Breitenfurter Straße ist eine Bundesstraße, für die in Vertretung des Bundes die Magistratsabteilung (MA) 46 zuständig ist.

Angst vor Stau

"Die Möglichkeit zur Errichtung einer Ampel wurde in der Vergangenheit bereits geprüft", heißt es von der MA 46. Man verweist auf Maßnahmen, die bereits an dieser Kreuzung vorgenommen wurden: Verkehrsinseln in der Fahrbahnmitte und eine Sperrfläche würden das Queren für Fußgänger und Autofahrer erleichtern.
Auch gebe es in der Kirchengasse eine Ampel – rund einen halben Kilometer stadtauswärts. Eine weitere Ampel würde Stau verursachen.

Eine Argumentation, die die Anrainer nicht nachvollziehen können. Der Fahrbahnteiler nutze den Fußgängern nicht viel, so Zeiner. Schließlich fährt der Bus gleich nach der Kreuzung in die Haltestelle. "Das nutzen viele Autofahrer, um schnell vorbeizufahren", so die Anrainerin. Die Fußgänger wären dann im toten Winkel. Sie will den Kampf um eine Ampel weiterführen.
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