10.07.2016, 00:00 Uhr

Verstärkung für das VinziDorf Wien

Irene Dittrich hat in vielen Stunden Gartenarbeit die alten Hecken und das Gestrüpp ausgelichtet - die Arbeit macht ihr Spaß

Die Hetzendorferin Irene Dittrich ist seit Ende März im Team der freiwilligen Helfer für die Errichtung des neuen VinziDorfes.

In der Boergasse 1 soll in einem alten Wirtschaftsgebäude und einem Stück des Gartens des Lazaristenklosters das VinziDorf Wien entstehen, das nach Vorbild des VinziDorfes Graz 24 obdachlosen Menschen ein Zuhause bieten wird.

"Helfen ist doch selbstverständlich", so Irene Dittrich, die sich Ende März aufgrund eines Berichtes in der bz-Wiener Bezirkszeitung beim VinziWerk meldete. Sie hilft ehrenamtlich bei den dringenden Vorarbeiten in Haus und Garten mit. "Ich wollte meinen kleinen Beitrag dazu leisten, dass hier ein Zuhause für Menschen entstehen kann, die nicht wissen, wohin", die 62jährige Pensionistin.

Täglich im Einsatz

In den ersten Wochen seien die rund 15 bis 20 Freiwilligen fast täglich vor Ort gewesen, um das alte Gebäude aufzuräumen, zu sortieren, was kann bleiben, was kommt auf den Müll, und dann die Räume "besenrein" für die bevorstehende Renovierung zu machen. Danach zumindest ein- bis zweimal pro Woche.

Die schönste Arbeit, wenn auch anstrengend, sei der Garten für sie. "Ich bin ja noch lange nicht fertig, aber das Gestrüpp ist abgeholzt, die riesigen Brombeerhecken sind gestutzt und ich habe sogar einen schönen, alten Weinstock freigelegt", erklärt sie zufrieden. Das sei fast wie Sport an der frischen Luft. "Und wenn man dann sieht, was man geschafft hat, ist das ein sehr befriedigendes Gefühl."

Pflegerin aus Berufung


Irene Dittrich, die seit 1991 in Hetzendorf wohnt, hat zunächst einen kaufmännischen Beruf erlernt. Später als alleinerziehende Mutter eines Sohnes, hat sie sich beruflich umorientiert: Sie wechselte in den Pflegeberuf.

Ihre Ausbildung und jahrelange Praxis als Pflegerin möchte sie auch nach Fertigstellung des VinziDorfes hier gerne ehrenamtlich einbringen. Im Organisatorischen kenne sie sich von ihren früheren Bürojobs her aus.

"Beides zusammen ist hier sicher gut zu verwenden", ist sie überzeugt. Seit sie bei der 25-Jahrfeier des VinziDorfes in Graz mit dabei war, ist sie noch mehr Feuer und Flamme für das Wiener Projekt: "Es war berührend, wie harmonisch das Zusammenleben der Menschen in Graz seit nunmehr 25 Jahren funktioniert. Kein böses Wort, kein Stress, nur ganz viel Dankbarkeit dafür, endlich ein Zuhause gefunden zu haben. Und so viel Engagement bei den Mitarbeitern, großartig!"

Es sei schön, sich als Teil dieser großen Idee fühlen zu dürfen, sagt sie. Info zum VinziDorf Wien finden Sie auf hier und auf Facebook.
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