23.03.2016, 08:00 Uhr

Bezirk Melk: Die 'Ratschabuam' sind unterwegs

Die Gottsdorfer Ratscher sind schon bereit. Sie werden wie 500 andere Kinder und Jugendliche die Glocken ersetzen. (Foto: Wolfgang Zarl)

Über 500 Kinder und Jugendliche ziehen durch die Straßen des Bezirks

BEZIRK. In den meisten Pfarren des Bezirks Melk sind am Karfreitag und Karsamstag wieder die Ratschenkinder unterwegs. Vielerorts wird diese Tradition gerne aufgenommen. "Meist sind es Ministranten, Jungscharkinder oder Kinder des Ortes in Absprache mit der Pfarre, die in den Ortschaften ratschen gehen", so Wolfgang Zarl von der Diözese St. Pölten.

Ziehen durch die Straßen

Beim Ratschen ziehen Kinder und Jugendliche durch die Straßen der Dörfer und Ortsteile, um die Gläubigen mit unterschiedlichen Sprüchen an die Gebetszeiten und Andachten zu erinnern. Der Überlieferung zufolge schweigen von Gründonnerstag nach dem Gloria den gesamten Karfreitag bis Ostern die Glocken beziehungsweise deren Zungen, die Klöppel, da sie alle zur Beichte nach Rom geflogen seien. Es sollten damit wohl auch böse Geister vertrieben werden. Da die Kirchenglocken zumeist eine festliche Stimmung ausdrücken, ist deren Geläute in der Zeit der Grabesruhe Jesu nicht angebracht.

Was natürlich auch dazugehört: Die Bevölkerung des Bezirks Melk – das ergaben Rückfragen – freut sich überwiegend über die Ratschenkinder und gibt gerne Süßigkeiten her, die dann unter den Kindern verteilt werden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.