20.06.2016, 14:26 Uhr

"Last Minute"-Erdbeeren aus dem Bezirk Melk

Die Inninger Erdbeerbäuerin Beate Zeilinger bereitet ihr Feld in einigen Wochen schon auf die nächste Saison vor.

Die Erdbeersaison neigt sich dem Ende zu. Eine Inninger Bäuerin zieht ein vorläufiges Resümee.

INNING. Jetzt heißt es noch schnell sein, wenn man erntefrische Erdbeeren aus der Region haben will. Spätestens Ende Juni sind die Felder wieder "leer geräumt". "Mit größter Wahrscheinlichkeit ist die Saison bei uns schon diese Woche vorbei", sagt Beate Zeilinger, Erdbeerbäuerin aus Inning.

Witterung macht Probleme

Damit werden die Stände im Löwenpark, Hagebau Schuberth und in Inning schon bald ihre Pforten schließen. Schuld daran sind auch die Witterungsbedingungen, die schon seit einigen Jahren herrschen. "Eine Erdbeere ist sehr empfindlich. Entweder, es ist zu kalt und zu nass oder zu heiß und zu trocken. Ein Mittelding wäre für die Früchte ideal", so die Landwirtin.

Trotzdem ist sie mit der heurigen Ernte und dem Verkauf zufrieden. Dabei hätte es ganz anders kommen können. "Der Frost im Frühjahr setzte unseren Pflanzen ganz schön zu. Unser Versicherer hatte dazu die passenden Worte mit 'Oje, des schaut gar ned gut aus' parat", musste die Inninger Bauernfamilie um die Ernte bangen, "aber zum Glück ist alles gut gegangen."

Preiskampf am Markt

Neben dem Wetter haben die Inninger und ihre Kollegen aus der Region noch mit etwas anderem zu kämpfen. "Die Marktpreise sind in manchen Orten ein Wahnsinn. Als einfacher Erdbeerbauer hast du gegen die Preise keine Chance. Ich weiß aber auch nicht, wie diese Stände ihre Preise kalkulieren und wo die ihre Erdbeeren herhaben", zeigt sich Zeilinger kritisch gegenüber einigen Kollegen.

ZUR SACHE

Im Bezirk Melk befinden sich laut der Webseite niederösterreichs-bauern.at drei Erdbeerfelder, in Inning (Zeilinger), zwischen Mank und St. Frein (Taubinger) und zwischen Kilb und Massendorf (Muhr).
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