25.03.2016, 14:38 Uhr

Leonhofen erwacht: Das geht ab um 5 Uhr morgens

Die beiden Bäcker Herbert Schmidt und Ewald Beigelbeck sorgen für frisches Brot und Gebäck in St. Leonhard.

Die neue Bezirksblätter-Serie "Ein Ort erwacht" begleitet die Aufwachenden Leonhofener von 5 bis 8 Uhr morgens

ST. LEONHARD/RUPRECHTSHOFEN. Während sich viele Leute im Bett nochmals von der einen auf die andere Seite drehen, treiben sich bereits einige bestens gelaunte Menschen herum. Die BEZIRKSBLÄTTER haben sich davon bei einer morgendlichen Tour in den Gemeinden St. Leonhard/Forst und Ruprechtshofen selbst überzeugt.

Herzlich willkommen zur Premiere von "Ein Ort erwacht". Lesen Sie alle Geschichten auch in der Print-Ausgabe der Bezirksblätter Melk (Link zum E-Paper einfügen) und begleiten Sie uns auf einem Rundgang der etwas anderen Art – Frühlings-Schneefall inklusive ...


Start beim "Bäck am Eck"

Der Start erfolgt pünktlich um fünf Uhr morgens in der Bäckerei Holzgruber in St. Leonhard, wo sich die Mitarbeiter bereits auf der Zielgeraden befinden. "Wir beginnen um Mitternacht und der Großteil unserer Waren muss um fünf Uhr bereits fertig sein, da diese auch ausgeliefert werden. Danach machen wir großteils noch die Vorbereitungen für den nächsten Tag", so Ewald Beigelbeck.

Dem Bäcker, der bereits seit 35 Jahren im Unternehmen arbeitet, sieht man die Strapazen seiner Arbeit in keinster Form an, denn er ist stets Späßen aufgelegt. "Ich mag meinen Job. Da wir unsere Backwaren noch alle selbst zusammenmischen und herstellen, kann man auch auf individuelle Wünsche der Kunden eingehen und so schmeckt nicht alles gleich", zeigt sich Beigelbeck begeistert von seiner Arbeit.

Joe ist immer der Erste

Auch die Fleischerei Teufl in Ruprechtshofen öffnet ihre Pforten bereits um sechs Uhr. Hier darf Christina Teufl meistens den Stammkunden und Nachbar Joe Sandwieser als ersten Gast begrüßen. "Ich bin ein Frühaufsteher und hole mir mein Frühstück, am liebsten ein Weckerl und ein bisschen Schinken. Dabei werde ich immer ganz freundlich von Christina empfangen", so der Pensionist.
"Die Fleischer beginnen bereits zwischen zwei und vier Uhr, das Geschäft öffnen wir dann um sechs. Um diese Zeit wird fast ausschließlich Gebäck, Schinken, Wurst und Käse verkauft, eben alles was man für das Frühstück benötigt", kennt Christina Teufl das Einkaufsverhalten ihrer Kunden ganz genau.

"Leonhofen erwacht" als Video-Reportage



Beste Laune bei Radio Arabella

Die Morgensendung bei Radio Arabella beginnt täglich um sechs Uhr, doch die Vorbereitungen dafür starten schon um einiges früher. "Ich stehe immer zwischen 3.00 und 3.50 auf und mache mich dann auf den Weg ins Studio. Hier stimme ich mich dann auf die Sendung ein und sammle die letzten Informationen", berichtet Arabella-Moderator Rudi Schwarz, der sich an das frühe Aufstehen bereits gewöhnt hat.

"Die Leute wollen eine gut gelaunte Stimme hören, gute Musik hören und mit den wichtigsten Nachrichten sowie dem Wetter versorgt werden", ergänzt Rudi Schwarz, dem es mit seiner lockeren Art und Weise absolut nicht schwer fällt, gute Laune zu verbreiten. Seine Kollegin Petra Ebenhöh ist mit den Nachrichten und dem Wetter eher für den "trockenen Teil" der Sendung verantwortlich. "Ich bin eigentlich absolut kein Morgenmensch und mir fällt das Aufstehen richtig schwer, dennoch liebe ich meinen Job und freue mich auf die Sendung", so Petra Ebenhöh.

74-Jähriger startet fit in den Tag

Sehr schwungvoll wird im Fitnessstudio Lifestyle in St. Leonhard in den Tag gestartet. Der erste fleißige Trainierer ist der 74-jährige Pensionist Karl-Heinz Cmyral, der drei Mal in der Woche pünktlich um sechs Uhr kommt. "Gemeinsam mit einem Freund machen wir zwei Stunden lang unsere Übungen im Studio. Ich hatte erst vor kurzem eine Gesundenuntersuchung und das Ergebnis war Tip-Top", strahlt der aktive Loosdorfer.

Ein bisschen später stößt auch Lifestyle-Clubleiter Ernst Postl dazu und absolviert sein Morgenprogramm. "Ich werde im Normalfall immer von selbst um 6.00 Uhr wach und mache dann mein Training. Es ist ein tolles Gefühl mit entsprechender Bewegung in den Tag zu starten", erzählt Postl von seinem Ritual. In das Fitnessstudio kommen sehr viele Stammkunden und das Durchschnittsalter der Mitglieder beträgt rund 40 Jahre. "Am meisten ist bei uns aber dennoch ab dem späteren Nachmittag los, hier haben die Leute meist mehr Zeit als in der Früh", so Postl.

Sicherheit für die Kinder

Täglich um 7.10 Uhr treten auch die Schülerlotsen ihren Dienst an, welcher dann rund eine Dreiviertelstunde dauert. Josef Quintus und Adi Schöner sorgen vor der Volksschule für ein sicheres Überqueren der Straßen der Kinder. "Wir sind ein Team von rund zehn Personen und wechseln uns im Wochenrhythmus ab. Da heißt es auch oftmals Wind und Wetter zu trotzen, denn die Sicherheit der Schüler ist uns ein großes Anliegen", so Josef Quintus der bereits seit vielen Jahren seinen Dienst vor der Volksschule verrichtet.

Ohne Musik geht's auch – dafür mit Linzer Stangerl

Um Punkt 8 Uhr mogens, am Ende des morgendlichen Rundgangs, trifft das Bezirksblätter-Team noch den Ortschef. Bürgermeister Hans-Jürgen Resel, St. Leonhard, deckt sich nachdem er seinen Sohn zur Schule gebracht hat, in der Bäckerei Holzgruber mit Linzer Stangerl ein. Oder besser gesagt – er würde gern, denn "die sind noch nicht fertig" ruft ihm Ewald Beigelback entgegen. "Dann nehm ich eben ein Brioche, das ist auch hervorragend", lacht Resel.

Der Bürgermeister steht meist gegen 5.30 Uhr auf und kümmert sich um die Schulvorbereitungen. Aber: "Musik gibt's bei mir im Badezimmer keine, es kann auch mal Ruhe herrschen."
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