13.06.2016, 15:29 Uhr

Oma aus dem Bezirk Melk richtete hohen Sachschaden an

Richter Slawomir Wiaderek verkündete kopfschüttelnd das Urteil der Oma aus dem Bezirk. (Foto: Probst)
BEZIRK. Mehr als 46.000 Euro Schaden verursachte eine 71-Jährige aus dem Bezirk Melk, indem sie innerhalb von zwei Wochen insgesamt 32 Pkws mit einem Stein zerkratzte. Die Schadensforderungen wurden vor Gericht anerkannt. Verteidiger Johann Huber geht aufgrund der finanziellen Situation der Pensionistin jedoch davon aus, dass die Opfer ein außergerichtliches Angebot erhalten, womit sie sich mit der Hälfte der Kosten zufrieden geben müssten.

Schuldfähigkeit geklärt

In der fortgesetzten Verhandlung am Landesgericht St. Pölten ging es hauptsächlich um die Schuldfähigkeit der Angeklagten. Gutachter Dietmar Jünger attestierte der Pensionistin Zurechnungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt. „Sie haben demnach sehr wohl gewusst, was Sie tun“, erklärte Richter Slawomir Wiaderek die schriftlichen Ausführungen des Psychiaters.

„Sie weiß zwar nicht warum, aber sie hat es gemacht“, verwies Huber auf das strafmildernde Geständnis seiner Mandantin, die wegen schwerer Sachbeschädigung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt wurde (nicht rechtskräftig).

„Eine Dame Ihres Alters, die sich das ganze Leben wohl verhalten hat und dann innerhalb von 14 Tagen über 30 Autos zerkratzt“, meinte der Richter kopfschüttelnd, „Also, wenn ich Sie so sehe, würde ich Ihnen das nicht zutrauen“, ergänzte Wiaderek seine Urteilsbegründung.
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