01.08.2016, 15:39 Uhr

Unwetter hielten die Melker Bezirksfeuerwehren auf Trab

Wie hoch sich das Wasser in der Pöchlarner Unterführung ansammelte, "wollten" einige Autofahrer austesten. (Foto: ED-Steyrer)

Der Großteil der Florianis aus dem Bezirk war in den letzten Tagen im Einsatz.

BEZIRK. Überflutete Keller, Wasser auf den Straßen, Engpässe bei der Trinkwasserversorgung und Murenabgänge – dies sind nur einige Szenarien mit denen der Großteil der Melker Bezirksfeuerwehren letzte Woche zu kämpfen hatte.

"Auf unserer Hauptstraße und einigen Nebenstraßen stand das Wasser circa 30 bis 40 Zentimeter hoch. In der Firma MF-Böden stand das Wasser fast eineinhalb Meter hoch. Nur 1959 hatten wir mit mehr Wassermassen zu kämpfen", berichtet Kilbs Feuerwehrkommandant Jürgen Pitzl. Auch die Trinkwasserversorgung in der Ortschaft stand auf der Kippe.


Chronologie der Unwettereinsätze

Montag:
Am Nachmittag ging im Bezirk Melk ein heftiges Gewitter nieder. Mehr als 15 Feuerwehren standen im Unwettereinsatz. Besonders heftig traf es die Gemeinde Seiterndorf, wo drei Feuerwehren (Seiterndorf, Weiten, Fritzelsdorf) bei mehreren Auspumparbeiten im Einsatz standen. Ebenfalls galt es auch in Pöggstall, Artstetten, Leiben, Lehen, Erlauf und weiteren Orten viele Unwettereinsätze abzuarbeiten. Auch die Landwirtschaft wurde hart getroffen, so ein Bauer aus Seiterndorf.

Dienstag:
2.15 Uhr: Erste Alarmierung ging bei der Kilber Feuerwehr ein.
3 Uhr: Nachdem das Ausmaß der Unwetter feststand, wurden die Florianis aus Hürm, Kirnberg und Mank nachalarmiert.
4.30 Uhr: Der Bach in Großaigen und Poppendorf bei Mank trat über die Ufer, einige Keller standen unter Wasser. Besonders die neue Manker Sportanlage wurde vom Schlamm und Wasser hart getroffen. Die Feuerwehren Mank, Ybbs und Ruprechtshofen standen bis in die Abendstunden im Einsatz.
6 Uhr: Die FF Krummnußbaum wurde mit der 3.000-Liter Pumpe zu Auspumparbeiten für das Lager der Firma MF-Böden in Kilb angefordert. Insgesamt mussten zehn weitere Objekte entlang der Hauptstraße ausgepumpt werden. 16 Stunden wurden bei diesem Einsatz geleistet.

Mittwoch:
23 Uhr: Bereits 37 Feuerwehren sind im Einsatz und versorgten 87 Objekte in den verschiedensten Gemeinden. Ganz besonders betroffen waren die Ortschaften Matzleinsdorf, Golling, Pöchlarn, Yspertal und Krummnußbaum. Die Aufräumarbeiten dauerten bis Donnerstag an.
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