04.09.2016, 16:35 Uhr

Zwei Mal in die Hölle und zurück

Nach den beiden Wochenenden am Wörthersee bei „Kärnten läuft“ und dem Panaceo Triathlon am Faaker See ging es dieses Wochenende zum Austrian Triathlon Podersdorf an den Neusiedler See. Aufgrund der frühen Startzeit am Samstag (7.00) hieß es bereits am Freitag unsere Zelte in Illmitz aufzuschlagen. Nach einer ersten Erkundungstour am Neusiedler See holten wir uns am Nachmittag die Startunterlagen und verschafften uns einen Überblick bei der Expo. Nach dem Race Briefing hieß es beim Abendessen noch die Speicher für den Wettkampftag zu füllen.

Der Start beim Leuchtturm

Der Samstag startete für uns bereits um 5.15 Uhr – denn ab 5.30 musste Karl-Heinz „Charly“ Sonner sein Rad einchecken. Während Charly und ich vor Ort noch ein kleines Frühstück zu uns nahmen, musste sich unser Schwimmer Max Gnadenberger bereits auf den Schwimmstart vorbereiten. Dieser erfolgte pünktlich um 7.00 Uhr beim Leuchtturm in Podersdorf – auch für unser Team „TRI Team Travelworld4you Sodek“.
Das Team: Schwimmer Max Gnadenberger (Traisen), Radfahrer Karl-Heinz Sonner (St. Pölten) und Läufer Werner Schrittwieser (Mank)

Tolle Performance im Wasser

Max lieferte einmal mehr eine Wahnsinns-Performance auf der 1,9 Kilometer langen Strecke im Wasser ab und stieg nach drei Einzelstartern als Vierter und somit Erster der Staffeln nach nur 26:19 Minuten aus dem Wasser. Dort übergab er an Karl-Heinz Sonner, der anschließend 3 Runden zu jeweils 30 Kilometer abspulen musste. Dieser musste die Führung leider bereits in der ersten Radrunde abgeben, doch Charly kämpfte weiter. Die Konkurrenten am Rad konnten weiter Boden gut machen und so wurde es bis zur 2. Staffelübergabe äußerst spannend. Mit der 12. Radzeit von 2:22:46 schickte mich Charly zeitgleich mit dem slowakischen Team auf die Laufstrecke. Die beiden ersten Staffeln hatten schon einen komfortablen Vorsprung.

Ab in die „Hölle“

Doch das Team von „Novartis Slovakia“ hatte mit Milan Svec den mit Abstand schnellsten Läufer. Auf dem ersten Kilometer versuchte ich noch das Tempo mitzugehen, doch dieses war einfach zu schnell (3:25 min/km) und so musste ich ihn ziehen lassen. Ich versuchte mein Rennen zu laufen und spulte Kilometer für Kilometer in Richtung „Hölle“ ab – denn die Laufstrecke führte uns von Podersdorf in Richtung Illmitz bis zum Ortsteil „Hölle“. Dort gab es einen Wendepunkt und wir mussten die gleiche 5,25 Kilometer lange Strecke wieder retourlaufen.

Starker Verkehr auf „endloser Geraden“

Auf der ersten Runde war noch halbwegs wenig „Verkehr“ auf der Strecke – was sich auf der 2. Runde dann aber schlagartig änderte – jetzt waren nämlich viele Einzelathleten auf ihrer ersten Runde unterwegs. So hieß es diese teilweise im Zick-Zack-Modus zu überholen und das 2. Mal in Richtung „Hölle“ entpuppte sich als wahrlich keine leichte Aufgabe. Auf der teilweise endlos scheinenden Geraden hatte ich trotz eines Tempos von rund 3:45 min/km das Gefühl fast zu „stehen“. Jetzt hieß es sich auch mental nochmals entsprechend aufzubauen um die letzten Kilometer des Halbmarathons noch ins Ziel zu bringen.

Zum dritten Mal in Folge Vierter

Mit der drittbesten Laufzeit im Feld von 1:19:32 überquerte ich nach einer Gesamtzeit von 4:10:36 die Finishline in Podersdorf. Damit verpasste unser Trio auch beim dritten Antreten bei einem Triathlon in diesem Jahr nur knapp das Podium und belegten einmal mehr den undankbaren 4. Platz! Es will heuer wohl einfach nicht sein – aber so ist halt nun mal der Sport!
Mit meiner Laufzeit am Halbmarathon bin ich jedoch sehr zufrieden und es stimmt mich sehr positiv für die Marathons in Berlin und Frankfurt! :)
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