05.04.2016, 14:07 Uhr

Buch: Leben und Schicksal der Ankerbrot-Erbin

(Foto: privat)

Christine Lier aus Neubau übersetzte die spannende Spurensuche einer Tocher ins Deutsche.

1938 musste Bettina Mendl aus Wien fliehen, 1939 kam sie in Sydney an. Doch in Australien galt sie als feindliche Ausländerin und floh in die offenen Weiten des Outback, wo sie mit Joe McDuff eine Familie gründete. Nach Kriegsende wurde Bettina als eines der wenigen überlebenden Mitglieder ihrer Familie nach Österreich gerufen, um Anspruch auf ihr Erbe zu erheben: Ankerbrot.

Tochter Phyllis erfuhr erst jetzt, dass ihre Mutter, die Farmersfrau, mit einem enormen Vermögen auf die Welt gekommen war. Sie musste lernten, zwischen zwei Welten, dem Busch und der Wiener High Society, hin und her zu wechseln – doch viele Fragen über die Vergangenheit blieben unbeantwortet. Woher stammten die von Picasso signierten Zeichnungen? Welchen Weg nahm der Familienschmuck? Welche Rolle spielte ein britischer Spion?

»Villa Mendl« erzählt die faszinierende Entdeckungsreise einer Tochter auf den geheimnisvollen Spuren ihrer Mutter.

Die Übersetzerin Christine Lier und ihren Mann Peter hat es nach der Pensionierung in Frankfurt am Main im Herbst 2008 ins Weinviertel verschlagen. "Meine Frau hat schon früher einmal hier gewohnt und zeigte mir ihre liebsten Plätze, wie die Lindenallee in Ladendorf, die Fischteiche in Nexing, die Schlösser in Niederleis und Asparn, die versteckten kleinen Heurigen und vieles andere mehr", errinnert sich Peter Lier.
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