30.03.2016, 14:21 Uhr

Älteste Weinrebe der Welt in Mistelbach

Der Winzer Alex Waberer beim Schneiden der „Stara trta“. (Foto: Josef Schimmer)
Der Weinviertler Winzer Alexander Waberer darf eine weltweite Rekordhalterin in einem seiner Mistelbacher Weingärten begrüßen: Er besitzt einen Stock der ältesten Weinrebe der Welt. "Den Weinstock habe ich seit 4 Jahren, es war ein Geschenk eines Freundes, der Unternehmensberater ist und den Staat Slowenien beraten hat", so der Winzer. Ihr Name „Stara trta“ kommt aus dem Slowenischen und bedeutet „Alte Rebe“, was angesichts ihres über 400-jährigen Bestehens auch nicht weiter verwundert. Die Rebe der Sorte „Schwarzsamtene“ gilt als älteste edle Weinrebe der Welt. Das hat ihr bereits einen entsprechenden Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde eingebracht.

Die Geschichte besagt, dass die „Stara trta“ Ende des Mittelalters zum ersten Mal in Maribor gepflanzt wurde. Natürlich hat sie im Laufe ihres langen Lebens unzählige Kriege, Kämpfe und auch Vernachlässigungen in der Pflege unbeschadet überstanden.

Selbst die Ankunft der Reblaus in Europa Ende des 19. Jahrhunderts konnte der robusten, ausdauernden und zähen Dame nichts anhaben. Ihre Popularität ist noch heute so groß, dass in Slowenien jedes Jahr 35 – 55 kg der jährlichen Erntemenge in kleine Flaschen abgefüllt werden und als wertvolles, protokollarisches Geschenk (etwa bei Staatsbesuchen) dienen. Dabei ist die Abfüllung mit 100 Flaschen pro Jahr streng limitiert.

Zurück zur „Alten Rebe“ in Mistelbach:
Alex Waberer rechnet damit, dass es noch 10 Jahre dauern wird bis er eine nennenswerte Menge „seines“ Exemplars lesen kann. Die Rebe könne jedoch im Weinviertel - aufgrund seines besonderen Klimas und fruchtbaren Bodens - sehr gut gedeihen. "Mein Traum wäre es die Rebe in Österreich zu vermehren und in ca. 5-8 Jahren daraus Wein zu produzieren", so der Winzer.

Und wie schmeckt sie?
„Ich würde meinen sie schmeckt wie eine typische Rotweintraube, in jedem Fall ist sie gut genießbar. Aus diesem Grund haben wir bisher auch immer gleich alles aufgegessen und nichts weiterverarbeitet“, scherzt der Winzer.
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