15.03.2016, 08:53 Uhr

Das lustige Überhol- und Abbremsspiel vor Gericht

Richterin Lydia Rada und Staatsanwalt Ronald Schaffer waren sich einig: Sie sprach den Angeklagten frei, er verzichtete auf Rechtsmittel. (Foto: mr)
SIEBENHIRTEN/KORNEUBURG (mr). Ihren Ärger über einen anderen Verkehrsteilnehmer durch zum Teil gefährliche Manöver kundzutun, ist eine Domäne der Männer. Lichthupe, einschlägige Handzeichen sind an der Tagesordnung, nicht selten wird überholt, auf die rechte Spur zurückgeschnitten und stark gebremst. Die Rechtsprechung erblickt in der Bewegungsenergie eines Kfz ein Form der Gewalt, eine solche Aktion kann zur gerichtlichen Verurteilung wegen Nötigung führen.
Am 25. September waren zwischen Mistelbach und Siebenhirten eine Frau und ein Mann Spieleteilnehmer. Erstaunliches Ergebnis: Die Frau absolvierte einen außergerichtlichen Tatausgleich, der Mann wurde sogar freigesprochen.
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