09.03.2016, 11:19 Uhr

HOLZKUNST – Besucherrekorde bei den Ausstellungen von Ewald Trischak

(Foto: privat)
Nach der erfolgreichen Ausstellung „Das Hohle Ei“ 2014 im MZM, war auch die letzte Ausstellung des Siebenhirter Holzkünstlers Ewald Trischak im Mistelbacher Barockschlößl durch enorm hohes Publikumsinteresse geprägt. Während der kurzen Ausstellungsdauer von nicht einmal zwei Wochen wurden von 19. Februar bis 4. März an die über 500 Besucher gezählt. Der Künstler überzeugt bei seinen Ausstellung nicht nur durch Vielseitigkeit, sondern vor allem durch die hohe Qualität seiner Arbeiten. Die feine Klinge läßt sich bereits aus der anspruchsvollen Namensgebung seiner Kunstwerke erahnen: „Kopfstudien“ – „Möbius und Yin/Yang“ - „Baumfrauen“ – „Baum-Möbel“. Weiters „Bögen und Bumerangs aus gewachsenem Holz“ – „Steinzeittechnologie“ usw.

Immer ist es der Baum. Ewald Trischak spricht über seine Arbeiten stets vom so genannten „Axiom der konstanten Spannung“. Die Kraft und Stabilität eines wachsendes Baumes will im toten Holz seiner Schnitzwerke weiterleben. Hierin könnte auch die Faszination seiner gesamten Kunstwerke liegen. Kraft und Stabilität wünschen wir uns alle für uns selber und es könnte Absicht seiner selbst sein, daß der Betrachter plötzlich einen intensiven inneren Zugang zu einem vertrauten Wesen verspürt, das einst ein lebender Baum war. Ewald Trischak: „Für mich ist das Holz selber der eigentliche und wahre Schnitzkünstler, der unsere tiefste Seelenwelt und unsere Ideen formt“.

Ewald Trischak spricht über sich selber, daß er nicht immer den leichten Lebensweg gegangen ist. Viele glauben, daß es nur das Talent sei, welches einen Künstler ausmacht. So ist es aber nicht. Der Weg des Schnitzers war harte Arbeit und verlangte hohe Lernbereitschaft, man muß nicht nur wissen wie man ein Messer scharf macht, sondern man muß wissen wie die Welt tickt. Man muß wissen warum es auf der Welt Männer und Frauen gibt und dabei ein Pfeil gerade und ausgerechnet der Bumerang einen Bogen fliegt. Wer das versteht, der kann auch ein Hohles Ei schnitzen.

Wie geht’s weiter? Zunächst muß ein geeigneter Platz gefunden werden, wo die massiven Kunstwerke zumutbar ausgelagert und zur Besichtigung deponiert werden können. Ewald Trischak will sich dann einige Zeit um sich selbst kümmern und wenn das Ganze vorbei ist, dann werden wir wieder gemeinsam die nächste Ausstellung planen.
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