31.05.2016, 09:15 Uhr

Junge Frau verleumdete Schaffner

Rechtsanwalt Otto Stadler verteidigte im Landesgericht Korneuburg das 19-j. Früchtchen. (Foto: mr)

19-Jährige beschuldigt ÖBB-Zugsbegleiter, sie sexuell belästigt zu haben

BERNHARDSTHAL/KORNEUBURG (mr). In geradezu empörender Weise reagierte eine 19-jährige Weinviertlerin, die am 1. Jänner in der Schnellbahn auf der Fahrt von Wien nach Berhardsthal vom Zugsbegleiter ohne Fahrausweis betreten wurde. Ihren Lügen, sie habe die Monatskarte vergessen, glaubte er nicht und verlangte ein Ausweisdokument.

Sexuelle Belästigung erfunden
Darauf wurde das Früchtchen frech und drohte: "Wenn Sie mich anzeigen, behaupte ich, dass Sie mir auf den Busen gegriffen haben." Sodann verschanzte sie sich im WC. Erst am Ziel ihrer Reise, in Berhardsthal, wo sie angeblich ihre Großeltern besuchen wollte, verließ sie das "stille Örtchen".
Ihre verleumderische Behauptung hielt sie auch vor den Polizisten aufrecht, die sie am Bahnsteig in Empfang nahmen. Zum Glück für den 31-jährigen Zugsbegleiter befand sich im selben Waggon eine mitreisende Zeugin, welche die Drohung der 19-Jährigen ebenfalls gehört hatte.

Selbst vor Gericht hielt die Angeklagte anfänglich ihre Darstellung aufrecht, nach Vernehmung der Zeugin und intensiven Vorhalten des Richters Rainer Klebermaß gestand sie jedoch zu, dass sie den Polizisten falsche Behauptungen aufgetischt habe. Die bereits wegen Ladendiebstahls, Nötigung und Körperverletzung gerichtlich vorbestrafte Frau kam diesmal mit einer weiteren bedingten Vorstrafe von fünf Monaten davon – die Probezeit der ersten Bewährungsstrafe wurde auf fünf Jahre verlängert. Das Urteil ist rechtskräftig!
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