16.04.2016, 12:04 Uhr

Lenkrad erkennt Stresszustand des Fahrers

Florian Ladengruber, David Wernhart, Bernhard Habrich, David Fabian und Alfred Hofer

Sensationelle Erfindung von Schülern der HTL Mistelbach


Die SchülerInnen der Abschlussklassen der Höhere technische Lehranstalt für Biomedizin- und Gesundheitstechnik in Mistelbach haben ihre Projektarbeiten in den jeweiligen Ausbildungsschwerpunkten fertiggestellt.

Von den 20 Diplomarbeiten im Laufe des letzten Schuljahres in der HTL Mistelbach wurden am 14. April die drei Besten der beiden Sparten Biomedizin/Gesundheitstechnik und Gebäude Technik präsentiert. In Kooperation mit Industrie und Wirtschaft setzten die Schüler und Schülerrinnen ihre Ideen um. Auch der wirtschaftliche Hintergrund, der Praxis- und Sozialbezug die Eigenständigkeit, Aktualität, konkrete Umsetzung und die professionelle Präsentation wurde von einer externen Fachjury bestehend aus Heinz Lichtenegger (Audio Tuning), Karl Keider (Elektroinstallationstechnik) und Alfred Hofer (Baugruppe) bewertet.

Platz eins ging an das Team David Wernhart, Bernhard Habrich und David Fabian, die mit einem Gerät überraschten, welches die biologischen Signale des Menschen (Schweiß) mittels Bio-Sensorik- Schnittstelle (Fingerabdruck Sensoren die mehrere Parameter messen können) nutzt, um in Bruchteilen von Sekunden den Stresslevel zu errechnen und diesen für jegliche Art von Anwendung bereitstellt – beispielsweise bei Computerspielen. Sehr bemerkenswert aber an einem Lenkrad, denn unmittelbar vor einem Unfall kann diese Bio-Sensorik-Schnittstelle in hundertstel Sekunden den Stress des Fahrers erkennen und etwa das Bremssystem enorm verstärken.

Dir. Alfred Pohl, der den Schülern beibringen will, dass man im Leben mit Leistung viel mehr erreicht, ist stolz auf seine Schüler: „Die Projekte reichen von der Anforderung, Analyse und Markterhebung über Basisplan und Entwicklung– eine vollständige Arbeit, um ein Produkt auf den Markt zu bringen.“

Auch das auf Platz zwei gereihte Projekt – Gebäudesanierung mit 61 Prozent Energiekosten Einsparung – wie auch das mobile Fußabdruckmesssystem, zur Bestimmung der Belastung nach Fußverletzungen, auf Platz drei, waren bemerkenswert. Alfred Hofer freut sich mit der Jugend in Kontakt treten zu können und zu sehen wie die technische Entwicklung voranschreitet: „Die Jury war sehr gefordert.“

Der Rotary Club Weinviertel- Marchfeld stellte für die erstgereihten Projekte der HTL und HAK in Mistelbach, wie auch für die HAK Gänserndorf und das Gymnasium Laa, jeweils 1000 Euro in Gutscheinen als Prämierung zur Verfügung. „Wir wollen die Jugend fördern und die Leistungen der Schüler öffentlich machen“, zeigte sich Obmann Florian Ladengruber von den Diplomarbeiten beeindruckt.
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