29.08.2016, 16:27 Uhr

Paddeln mit dem Strom

(Foto: privat)
GERASDORF. Sonnenstrom kommt immer mehr auch bei Unternehmen in Mode. In Gerasdorf ging kürzlich das größte gewerbliche Solarkraftwerk des Bezirks in Betrieb. Knapp 200 Module produzieren sauberen Strom auf dem Dach von Österreichs größtem Camping-Fachmarkt – Campingwelt Falle. Das besondere an dem Projekt: Der Großteil des produzierten Stroms wird selbst verbraucht.
Die Geschäftsführer Adam Gözsy und Marc Falle der Campingwelt Falle dachten schon seit vielen Jahren über die Installation einer hauseigenen Photovoltaikanlage nach. „Als führender Händler von Outdoor-Produkten, die eine Freizeitgestaltung im Einklang mit der Natur ermöglichen, sehen wir es als unsere Pflicht eben diese Natur mit allen erdenklichen Mitteln zu schützen.“ meint Adam Gözsy im Interview. Nichts lag für die beiden daher näher als ein hauseigenes Solarkraftwerk, welches sauberen Strom erzeugt und die Stromkosten verringert.

Passender Partner führte zur Anlage

„Leider fehlte es einige Jahre am passenden Partner für die Umsetzung eines Projektes in dieser Größenordnung. Der Elektriker von nebenan ist der Komplexität einer Projektierung einer Gewerbeanlage meistens nicht gewachsen“, so Gözsy weiter. Über eine Empfehlung kam Herr Gözsy zur Photovoltaik-Initiative Tausendundein Dach, welche auf die Umsetzung von gewerblichen Photovoltaikanlagen spezialisiert ist. Ziel der Initiative ist es 1001 Unternehmen bei der Umsetzung zu unterstützen und so eine Energiebewegung zu starten. Die schlüssige Beratung, die Einkaufsgemeinschaft und das Gefühl Teil von etwas Größerem zu sein, hatten ihn schließlich überzeugt.

Bis zu 35% Stromkostenersparnis durch die Sonne

„Das 50 kWp Projekt bei der Campingwelt Falle ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes“ meint auch Solarexpertin und Initiatorin von Tausendundein Dach Cornelia Daniel. „Die Voraussetzungen bei der waren einfach ideal. Auf der 3000 m2 großen Verkaufsfläche wird der Strom wirklich vor allem dann gebraucht wenn die Sonne scheint und die Dachfläche war einfach nur perfekt“. Obwohl auf dem Dach des Gebäudes mehr Platz gewesen wäre, wurden nur 50 kWp installiert. Eine Lastprofilanlayse ergab jedoch im Vorfeld, dass bei dieser Anlagengröße das ideale Kosten-Nutzen-Verhältnis entsteht und 35% des Stroms anstatt vom Netz, aus dem eigenen Kraftwerk kommen. „Im Durschnitt liegt das Einsparungspotenzial bei 20%, durch die Öffnungszeiten am Samstag und die Klimaanlage sind hier 35% möglich, das ist absoluter Rekord unter den Tausendundein Dach Anlagen“, zeigt sich Daniel begeistert.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.