Technische Meisterleistungen im Kaprun Museum

Im Bild von links Helmut Kleon, Walter Ludl, Waltraud-Moser-Schmidl, Landesrätin Tina Widmann und Bürgermeister Norbert Karlsböck. (Foto: LPB)

Eröffnung der Sonderausstellung "Große Maschinen in kleinem Format"

Text: Salzburger Landeskorrespondenz, 7. Juni 2012 / Foto: LPB

KAPRUN. Technische Meisterleistungen sind ohne Bagger, Kräne, Kipper etc. undenkbar. Aber wann und wo hat man schon Gelegenheit, solche Maschinen näher anzuschauen? Aus diesem Grund zeigt das Kaprun Museum diese erstaunlichen technischen Meisterleistungen in einer Sonderausstellung – allerdings in einem museumstauglichen Miniaturformat.

Eröffnet wurde die Sonderausstellung "Große Maschinen in kleinem Format" am Mittwoch, dem 6. Juni, von Volkskulturreferentin Landesrätin Dr. Tina Widmann. "Das Kaprun Museum hat sich erfolgreich von einem Heimat- in ein Schwerpunktmuseum gewandelt. Als Schwerpunktmuseum ergänzt es die museale Landschaft im Pinzgau sowie in Kaprun selber, wo auch das Fahrzeugmuseum Vötter und die Erlebniswelt zu sehen sind", betonte Landesrätin Widmann. Museen seien sehr häufig der erste außerschulische Ort für Kinder und Jugendliche, sich mit der Geschichte ihres – und für Zugezogene auch neuen – Heimatortes auseinanderzusetzen. "Gerade in unseren Museen werden Geschichte und Tradition zielgruppengerecht vermittelt. Diejenigen, die für die Regionalmuseen Verantwortung tragen, verstehen es, die Begeisterung der Menschen für unsere Tradition und Geschichte in jungen Jahren zu wecken – auch wissend, dass die Kinder und Jugendlichen das Publikum von morgen sind", so Landesrätin Widmann, die in diesem Zusammenhang auf die bemerkenswerten museumspädagogischen Programme für Kinder- und Schülergruppen, aber auch für interessierte Erwachsene, die im Kaprun Museum angeboten werden, verwies. "Die Sonderausstellung im Kaprun Museum wird viele Besucher aus Nah und Fern anziehen. Ich bedanke mich bei Museumskustodin und Ideengeberin Mag. Waltraud Moser-Schmidl, bei Museumsmitarbeiter Walter Ludl, der die Modelle, die er seit Jahrzehnten sammelt, für diese Sonderausstellung zur Verfügung stellt, sowie bei allen Initiatorinnen und Initiatoren und Helferinnen und Helfern", so Widmann abschließend.


Modelle von Großmaschinen mit Bezug zum Pinzgau
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Modelle von Großmaschinen. Gezeigt werden Kräne, Bagger, Tunnelbohrgeräte usw. Es handelt sich dabei um kein Spielzeug, sondern um detailgetreue Nachbildungen, die von Firmen wie Liebherr, Felbermayr usw. in Auftrag gegeben und nur in einer geringen Stückzahl hergestellt wurden. Die ausgestellten Modelle stammen von Walter Ludl, einem Museumsmitarbeiter, der diese seit Jahrzehnten sammelt. Die Maschinen haben alle einen direkten Bezug zum Pinzgau: Zum Teil sind bzw. waren solche Geräte auf Baustellen in der Region im Einsatz. Zu den Hauptattraktionen zählt das Modell des Trafotransports zur Baustelle Limberg II von der Firma Felbermayr. Kombiniert werden die Modelle mit historischen Fotos z.B. aus der Zeit des Kraftwerkbaus. Aber es werden auch aktuelle Bilder vom Wolframbergbau in Mittersill gezeigt.
Regionale Urgeschichte und touristische Entwicklung


Das im alten Steinerbauernhaus auf dem Kirchbichl untergebrachte Museum spezialisiert sich vor allem auf die regionale Urgeschichte und die Entwicklung des Tourismus. Das im Kern 400 Jahre alte Steinerbauernhaus war mehrere Jahre außer Nutzung und dem Verfall preisgegeben. Mit dem Kauf des Objektes durch die Gemeinde Kaprun wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Der Standort auf dem Kirchbichl hat eine besondere Ausstrahlung, da im Umfeld der Kirche weitere historische Bauwerke, wie ein alter Backofen und ein Getreidespeicher, stehen. Im ersten und zweiten Obergeschoß hat das bisherige Heimatmuseum Kaprun, das jetzt den Namen Kaprun Museum trägt, auf einer Fläche von 140 Quadratmetern eine attraktive Heimstätte gefunden und präsentiert unter anderem die Schwerpunktthemen Urgeschichte, Tourismuspioniere, Moderner Tourismus und jährlich wechselnde Sonderausstellungen.
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