Bruck: Mit einem juristischen Trick wollen Gemeindeverteter die 380 kV-Leitung in verhindern.
BRUCK. Vergangene Woche brachten Gemeinderat Josef Hann und Gemeindevertreterin Ulrike Haitzman (beide FPÖ) einen Antrag ein. Der Inhalt in Kurzfassung: Die Gemeindevertretung möge gemeinsam mit dem Ortsplaner Areale im Bereich der geplanten 380 kV-Leitung als sogenannte „Vorbehaltsflächen“ für Erholungsgebiete im Flächenwidmungsplan ausweisen.Wie es seitens der Landes-FPÖ heißt, soll mit diesem „juristischen Trick“ dem Verbund schwer bzw. unmöglich gemacht werden, die umstrittene 380 kV-Leitung zu bauen. Zitiert wird ein Jurist der FPÖ: „Wenn die Gemeinde Flächen wie Biotope, Streuwiesen oder ähnliche schützenswerte Areale als Erholungsgebiete kennzeichnet, darf die Leitung dort nicht durchführen bzw. würde das UVP-Verfahren dem Verbund Probleme bereiten.“ Auch in Adnet im Tennengau hat die Orts-FPÖ einen solchen Antrag eingebracht, der dortige Bürgermeister Wolfgang Auer hält die Idee für gut, weil sie die 380 kV-Leitung „verscheuchen“ könnte: „Wie prüfen das, weil wir jede Chance ergreifen, die es gibt.“
„Antrag neutral prüfen“
Der Brucker Ortschef Herbert Reisinger (SPÖ) steht dem Antrag neutral gegenüber, er sagt sinngemäß: „Ich lasse den Antrag ordnungsgemäß prüfen und dann wird man sehen, was herauskommt. Ebenso muss man sehen, was die jeweiligen Grundbesitzer dazu sagen.“



