31.07.2016, 15:48 Uhr

Lieber Balkonien als Bombenterror

Wolfgang und Edith Klopf genießen den Urlaub in ihrem eigenen Refugium

Urlaub zu Hause hat diesen Urlaub stark zugenommen - Bezirksblätter sind der Ursache auf den Grund gegangen

"Bulgarien, Kroatien und Italien boomen im Sommer 2016 wie nie zuvor. Dafür kämpft Ägypten mit starken Einbußen und Türkei sowie Tunesien sind nahezu von der touristischen Landkarte verschwunden", so Prokurist Michael Puschmann, Corso Reisen.

Terrorangst und Heimatverbundenheit
Die Gründe dazu sind oftmals in den Sicherheitsbedenken zu finden: Flugzeugabstürze, Naturkatastrophen oder Terroranschläge trüben die Urlaubsfreude.
Dies weiß auch Anwalt Günther Sulan zu berichten: „Nachdem der Anschlag in der Türkei genau dort verübt wurde, wo wir im Vorjahr auf Bekannte gewartet haben, ist uns die Reiselust vergangen“. Der Mietrechtsexperte ist sich einmal mehr den Vorzügen der eigenen Region bewusst.
Ebenso ihren Urlaub zu Hause genießt Briefträgerin Sabine Schildorfer : „Wir haben uns endlich den Traum eines eigenen Hauses erfüllt, das wollen wir jetzt genießen“ und erklärt, dass sie bereits einige Länder bereist hat und sich jetzt auf einen Urlaub daheim sehr freut.

Zeit- und Kostenfaktor
Neben Sicherheitsdenken und die Liebe zu den heimatlichen Gefilden findet sich ein weiterer entscheidender Grund für einen Urlaub zu Hause bei den Kosten. So geben knapp die Hälfte der Befragten an, aus finanziellen Gründen nicht zu verreisen.

Dies berichtet auch der pensionierte Hauptschuldirektor Wolfgang Klopf: „Als Lehrer hatte ich die Möglichkeit viele Länder zu bereisen. Ohne Terrorangst und zu günstigeren Konditionen. Das hat sich geändert – daher erfreue ich mich jetzt über den Sommer in unserem Garten.“
Keine Terrorangst kennt Rudi Mallisch: „Ich war bei einer Spezialeinheit beim Militär, daher ist mir die Angst vor Anschlägen fremd. Mir fehlt jedoch die Zeit, um einen ausgedehnten Urlaub zu machen. Die wenigen Tage, die ich mir frei nehmen kann, möchte ich sinnvoll nutzen und nicht mit Reisezeiten vergeuden.“

Damit liegt Herr Mallisch ganz im Trend: Waren es früher 5 Tage, die Herr und Frau Österreicher durchschnittlich Sommerurlaub gemacht haben, sind es heuer 3,5 Tage. Die werden dann mehrheitlich zu Hause verbracht - gemäß dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nahe?“
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