04.05.2016, 20:51 Uhr

Vergessenes und wieder Entdecktes vom Wiener Neustädter Kanal

Einladung Vortrag Guntramsdorf (Foto: Fritz Lange ©)


Museumstag Guntramsdorf

Wieder einmal wird Dipl.-Ing. Fritz Lange die Geschichte des Wiener Neustädter Kanals erzählen und zwar diesmal in Guntramsdorf im


ERNST WURTH HEIMATMUSEUM

2353 Guntramsdorf, Schulgasse 2a

am Sonntag, 22. Mai 2016 um 14:05 Uhr.


In seinem nächsten Bildervortrag erzählt Fritz Lange über Vergessenes und wieder Entdecktes vom Wiener Neustädter Kanal. Die unterirdische Ziegelverladestation in Guntramsdorf, die Holzkanäle in Wiener Neustadt und die Tunnelbaustelle bei Ödenburg zeigen die Bedeutung, die der Kanal als leistungsfähigstes Transportmittel zu seiner Zeit hatte.

Mit großem Jubel wurde am 12. Mai 1803 der Schiffsverkehr auf dem neuen "Wiener Canal" eröffnet. Neugierige aus allen umliegenden Orten von Wien über Guntramsdorf, Traiskirchen, Baden und Bad Vöslau bis Wiener Neustadt hatten sich eingefunden, um das erste Teilstück der bis zur Adria geplanten Kanalverbindung zu bewundern. Aber die Realisierung dieses mit großen Vorsätzen begonnenen Verkehrsbauwerks blieb schon im ersten Zehntel seiner geplanten Länge stecken.

Mit Fotoapparat, Maßband und Zeichenblock ausgerüstet dokumentiert Fritz Lange seit 1965 die Reste des seit über hundert Jahren als Transportweg stillgelegten Schiffskanals. An manchen Stellen lassen Fundamente und Dämme den früheren Verlauf noch erahnen, auf anderen Abschnitten erwacht die alte Wasserstraße mit modernen Brücken, Radwegen und Bootsverleih zu neuem Leben.

Private Fotografien, Erzählungen von ehemaligen Kanalwärtern sowie zahlreiche Pläne und Abbildungen aus Archiven und Heimatmuseen lassen den historischen Kanal wieder aufleben, der früher als Verkehrsweg genutzt wurde und bis heute umweltfreundliche Energie aus Wasserkraft liefert.
Biografie

Fritz Lange wurde 1939 als Sohn einer südmährischen Unternehmerfamilie geboren. Nach der Vertreibung aus seiner und der Heimat seiner Vorfahren lebt er in Wien. Der Absolvent der Wiener Technischen Universität war bei Siemens, Bosch und Philips beschäftigt, zuletzt mit der Leitung des Geschäftsbereiches „Digital Broadcast“. Fritz Lange ist verheiratet und hat zwei Töchter. Aus Wanderungen und Radtouren entlang historischer Wasserwege wie dem Wiener Neustädter Kanal und dem Schwarzenbergischen Schwemmkanal entstand die Idee, die Geschichte dieser Verkehrsbauten, ihrer Erbauer, aber auch der entlang liegenden Orte und ihrer Bewohner zu dokumentieren. Das Leben der (geheim-) protestantischen Holzknechte in den Niederösterreichischen Wäldern und der Aufstieg von Georg Hubmer zum „Raxkönig“ wird in seinem dritten Buch geschildert. In seinem jüngsten Buch „Südmähren – Bilder erzählen Geschichte“ entwirft er ein sehr lebendiges und persönliches Bild seiner ehemaligen Heimat um Nikolsburg und die Pollauer Berge. Inzwischen hält Fritz Lange mit Laptop und Beamer auch Vorträge über die Themen seiner Bücher.
Beigefügte/s Foto/s von Fritz Lange © Bitte um Beachtung!

Foto 1: Dipl.-Ing. Fritz Lange schrieb einige Bücher über historische Wasserwege und seine ehemalige Heimat Südmähren.
Foto 2: Das Foto zeigt den Wiener Neustädter Kanal um 1900 bei der Badener Brücke. Auf seinem Grund liegt heute noch ein versunkenes Schiff und wartet auf eine mögliche Hebung.
Foto 3: Einladung Vortrag Guntramsdorf
Foto 4: Historischer Plan des Wiener Neustädter Kanals
Foto 5: Buchumschlag „Von Wien zur Adria“ von Fritz Lange
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