09.08.2016, 13:42 Uhr

Einsatz der HTL bei Entwicklungshilfeprojekt in Südafrika

(Foto: privat)
MÖDLING. Wie schon seit 1998 unterstützen auch heuer wieder Schüler- und Lehrer der HTL Mödling Projekte im Süden unserer Erde: heuer war wieder ein Projekt in Südafrika an der Reihe. Bei einer Schule, Teil des von Österreichisch geförderten "Ithuba Community College" in der ärmsten Region des Landes, Eastern Cape, wurde ein Sanitärtrakt errichtet: das neue Gebäude enthält auf 150m² sechs (Trocken-)WCs und einen Waschraum. Das Gebäude wurde von den HTL-Schülern vom Fundament bis zum Dach händisch gebaut (nur den Putz haben dann lokale Arbeitskräfte vorgenommen).

Mangel an Infrastruktur

Die Schule liegt in einem Gebiet mit Streusiedlungen unmittelbar an der Wild Coast am Indischen Ozean, 150km südlich von Durban. In dieser Gegend herrscht absoluter Mangel an Infrastruktur: keine asphaltierten Straßen, kein öffentlicher Verkehr, keine Wasser- und nur sehr eingeschränkte Stromversorgung. In diesem Gebiet wird seit 5 Jahren eine Volksschule errichtet, die den Kindern eine Ausbildung bietet, die ihnen helfen soll, die Spirale von Wissensmangel und Armut zu durchbrechen.

Maximal 25 Schüler

Während in den öffentlichen Schulen - meist in Containern - Klassengrößen von 80 bis 90 vorherrschen, hat die Ithuba-Schule maximal 25 Schüler je Klasse, gute Lehrer und Räumlichkeiten, in denen ein vernünftiger Unterricht möglich ist. Heute werden bereits 200 Schüler in den bungalowartigen Klassengebäuden unterrichtet, aber das Projekt wird laufend weiter entwickelt. Jedes zusätzliche Gebäude wird von Studenten von Technischen Universitäten oder Fachhochschulen entworfen und dann vor Ort gemeinsam mit lokalen Arbeitern errichtet - ein unbezahlbarer Erfahrungsschatz für alle. Schüler- und Lehrer zahlen sich Fahrt und Aufenthalt in diesem Bauvorhaben übrigens selbst und die Materialien werden aus Spenden vor Ort gekauft.
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