23.03.2016, 14:16 Uhr

Erneuerung nach historischem Vorbild am Johannessteig

Helmut Scharsching (Gartenhistorie Fürst Liechtenstein), Dominik Ergott (Ingenieurbüro Grünplan), Christian Matzner (Museumsverein), Wirtschaftshof-Leiter Alexander Steppan, Umweltamtsleiterin Ulla Freilinger, Patrick Schicht (Bundesdenkmalamt), Gudrun Foelsche (Schöffelverein), Werner Sellinger (Ingenieurbüro Grünplan), Stadtgärtner Norbert Rauch, Abteilungsleiterin Helga Schlechta, Vizebürgermeister Ferdinand Rubel und Stadtrat Leo Lindebner (von links) am Johannessteig hinter dem früheren Standort des Sc (Foto: Garaus)

Stadt Mödling und Bundesdenkmalamt arbeiten gemeinsam an der Revitalisierung.

MÖDLING. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde mit Unterstützung des Fürsten Johann II. von Liechtenstein gegenüber dem "Schwarzen Turm" am Frauenstein eine Stiegen-Anlage errichtet - der Johannessteig. Leider ist die Anlage derzeit in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Nun hat man sich entschlossen dien Steig nach Originalplänen zu revitalisieren. Dazu waren zunächst historische und material- und bautechnische Vorstudien notwendig. Um dem Original so nahe wie möglich zu kommen, wurden historische Fotos des Johannessteigs genau studiert.

Alte Fundamente gefunden

Die gesamte Sanierung, die von der Stadt Mödling durchgeführt wird, wird wissenschaftlich und finanziell vom Bundesdenkmalamt BDA unterstützt. Die ersten Freischneidearbeiten zur Herstellung der ehemaligen Sichtbezüge und –achsen haben bereits stattgefunden. Unter anderem wurden dabei die alten Fundamente des früheren Standortes des Schöffel-Denkmals (jetzt auf dem Schrannenplatz) gefunden. Dieses soll auch nach der Sanierung erhalten bleiben.
In den nächsten Wochen werden die ursprünglichen Niveaus der Plateaus und der Sitzbänke freigelegt, die Mauern sichergestellt und für eine geregelte Entwässerung des Stiegen-Systems gesorgt. Im Spätsommer 2016 werden die Arbeiten voraussichtlich fertig gestellt sein.
Die Kosten der Sanierung trägt zum größten Teil das Bundesdenkmalamt, die Stadt Mödling bringt sich vor allem mit Eigenleistung ein. So wurden bereits 140 Einsatzstunden der Stadtgärtnerei und der Forstarbeiter für die Freistellung der Blickachsen aufgewendet.
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