11.05.2016, 11:45 Uhr

Mehr als die Hälfte pendelt

Serie Teil 2: Eine aktuelle AK-Studie zeigt, dass erstmals mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer pendelt.

MÖDLING/BEZIRK. Die AKNÖ untersucht bereits seit 25 Jahren im Fünfjahresrhythmus die Entwicklung der Pendlerzahlen. Aktuell pendelt mehr als die Hälfte der berufstätigen Niederösterreicher in einen anderen Bezirk oder in ein anderes Bundesland zur Arbeit – doppelt so viele wie bei der ersten Untersuchung. Nur ein Viertel findet einen Arbeitsplatz in der Wohngemeinde. Laut einer aktuellen Verkehsstudie verbringt jeder Industrieviertler täglich 110 Minuten im Straßenverkehr.

Rasche Verbindung
"Ich kann einen Gutteil der Strecke, die ich mit dem Auto zurücklege, für Telefonate nützen. Natürlich hätte ich nichts dagegen, wenn die Arbeitsstätte in der Nähe wäre.", nimmt es Gerhard Geiger aus Mödling gelassen. Er ist nur einer von insgesamt über 25.340 Auspendlern täglich. Die meisten Berufstätigen (rund 80%) pendeln in die nahe Bundeshauptstadt. Mödlings Grüner Vizebürgermeister hat dies 36 Jahre lang mit den Öffis getan. "Wenn es rasch ging, dann habe ich etwa zwei Stunden am Tag gebraucht.", so Wannenmacher. Trotzdem überwiegen für ihn die Vorteile. "Das Pendeln nimmt man zugunsten einer höheren Lebensqualität in Kauf." Der Stressfaktor ist gegenüber dem Auto deutlich geringer. "Man hat auf der Südstrecke genug Züge, die Richtung Wien fahren. In rund 11 Minuten ist man in Meidling." Aber er sieht Verbesserungsbedarf. "Mehr Waggons wären nötig, aber auch bei Zugausfällen ist die Kommunikation noch nicht so gut. Es ist schwierig zu entscheiden, ob man den nächstbesten Zug nimmt, der womöglich langsamer ist, oder es riskiert und wartet", so Wannenmacher der die Politik auch noch hinsichtlich der Tarifzonen gefordert sieht.

Zeit gut nutzbar
"Für eine gute Lebensqualität nehme ich das Pendeln in Kauf. Ich bin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, dabei kann ich arbeiten. So verliere ich kaum Zeit", meint Pendler Günther. Und Ares ergänzt: "Ich konnte während der Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln arbeiten. Unangenehm empfinde ich die überfüllte Straßenbahn". Fazit: Mehrheitlich wird mit Öffis gependelt. Diese Zeit kann für das Arbeiten genutzt werden. Unangenehm ist die überfüllte Straßenbahn und der volle Bus.

Zur Sache:

Für die Pendler stehen im Land NÖ derzeit mehr als 36.000 Pkw- und 23.000 Zweirad-Stellplätze auf Park+Ride-Anlagen an Bahn- und Busbahnhöfen zur Verfügung.
Zahl der Arbeiter 2014 in NÖ: 482.066 (+5,2% zu 2009); Auspendler (aus Sicht der Wohnortes): 288.129 (+8%), Einpendler (aus Sicht der Arbeitsplatzes): 205.318 (+13,3%).

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Die Gewinnfrage 2 lautet: Wie viele Park+Ride Plätze (Pkw + Zweirad) gibt es aktuell in Niederösterreich?
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