09.08.2016, 13:33 Uhr

Die Jugend mehr einbinden

Projektarbeit soll Jugend-Abwanderung stoppen helfen und der Jugend Motivation zum Verbleiben geben.

Die Abwanderung der Jugend zu stoppen und die Jugend mehr in ihre Heimatgemeinde miteinzubinden, ist ein verheißungsvolles Projekt vom Ländlichen Fortbildungsinstitut Steiermark, gemeinsam mit dem Regionalen Entwicklungsverband Mürzzuschlag und dem Regionalmanagement Obersteiermark-Ost.
Vorgestellt wurde das Themenprojekt "heim.at - MitmachitektInnen" in St. Barbara in einer stillgelegten Produktionshalle der Firma Zenker. Vier Gemeinden der Leaderregion Mariazellerland-Mürztal, die Stadtgemeinde Mürzzuschlag, die Gemeinden St. Barbara, St. Lorenzen und Tragöß-Katharein, nehmen an dem Pilotprojekt teil. Als Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren angesprochen. Josefine Vötsch, LFI-Projektleiterin: "Immer weniger Jugendliche interessieren sich für ihren unmittelbaren Lebensraum. Für diese Entwicklung gibt es verschiedene Ursachen", sagt Vötsch. "Die Zeit, die Jugendliche in ihrem Ort verbringen wird immer weniger, teils durch die Schule, teils durch den Arbeitsplatz oder durch ein ständiges 'Unterwegs' sein."
Aus den Köpfen der Jugend heraus möchte man durch Interviews und Gespräche mit Einbindung der Bevölkerung erfahren, woran es fehlt, dass im eigenen Ort das Gefühl gebraucht zu werden, abhanden kommt. Gestellte Themenfragen lauten u.a.: "Was macht uns stolz, wofür schämen wir uns?" "Wird die Jugend in strategische Entscheidungen miteingebunden?" Das für ein Jahr angesetzte Pilotprojekt soll mit einer konkreten Ergebnisvorstellung abgeschlossen werden und der Jugend Motivation geben, in ihrer Heimatgemeinde gerne leben zu wollen. Zwei aktiv am Projekt teilnehmende und anwesende Jugendliche aus der Gemeinde St. Barbara, Nathalie Habian und Michael Auer: "Wir haben schon einige Gespräche mit unterschiedlichen Resultaten geführt und freuen uns, bereits Projektgestaltungsideen liefern zu können."
^Heinz Veitschegger
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