15.04.2016, 15:01 Uhr

Hochwasserschutz für den Stanzbach geplant

Hochwasser Juli 2009: Blick auf den überströmten Weilandweg während des Hochwasserereignisses. (Foto: Betriebsfeuerwehr voestalpine)
"Wir müssen und wollen reagieren. Das ist ein Thema, das sehr bewegt", mit diesen Worten eröffnete Kindbergs Bgm. Christian Sander den Informationsabend im Volkshaus rund um den geplanten Hochwasserschutz Stanzbach. Aufgrund der Hochwässer 2009 und 2012 wurde vom Planungsbüro Perzplan im Auftrag des Wasserverbandes Stanzbach ein Hochwasserschutzprojekt erarbeitet. Thomas Perz vom Brucker Büro Perzplan präsentierte beim Informationsabend das Projekt im Detail.

Maßnahmen

Neben einem Rückhaltebecken in Edelsdorf, sollen im Blumental, beim Pichlmoar-Sportzentrum wie auch in Kindbergdörfl und Aumühl Hochwasserschutzmaßnahmen gesetzt werden. "Wir müssen schauen, dass wir in Summe 100 Hektar Überflutungsfläche in den Griff bekommen", erklärte Perz. In diesen Bereichen gibt es 220 gefährdete Objekte, mit der voestalpine Tubulars und Kohlbacher liegen auch zwei große Firmen im Gefahrenbereich.
Zuerst würden Maßnahmen beim Weilandweg und im Blumental gesetzt werden, danach eine Geschieberückhaltesperre bei Kilometer 5,173 und das Rückhaltebecken Edelsdorf errichtet sowie zum Schluss die Maßnahmen in Pichlmoar umgesetzt werden.

Projektplan

"Je schneller es zu Einigungen mit den Grundeigentümern kommt, desto schneller kann mit der Projektierung weitergemacht werden", sagte Fritz Pichler, Bgm. von Stanz und Obmann des Wasserverbandes. Nach den Gesprächen folgen Entschädigungsgutachten, die Detailplanung und Geotechnik. Danach wird der Finanzierungsschlüssel erstellt bzw. werden die Kosten verteilt. Bevor es dann zur Umsetzung kommt, müssen noch die Bewilligungsverfahren nach dem Wasserrecht und Naturschutz sowie mit den ÖBB und der Asfinag durchgeführt werden.
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