27.06.2016, 15:38 Uhr

Schulprojekte für ein Miteinander

Projektgruppe des BORG Kindberg: Sie setzten sich mit der Interpretation des Bösen auseinander. (Foto: ARGE)

Sieben Schülergruppen präsentierten Projekte gegen Gewalt und Rassismus, für Menschenrechte und Demokratie.

Den Obersteirischen Jugendprojektfonds gibt es bereits seit dem Jahr 2003. Ziel: durch Projekte von Jugendlichen für Jugendliche, Bildungs- und Projektarbeit gegen Gewalt und Rassismus und für Menschenrechte und Demokratie zu forcieren.
Sieben Jugendgruppen aus sechs höheren Schulen der Bezirke Bruck-Mürzzuschlag und Leoben gestalteten in diesem Schuljahr gemeinsam mit der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus dazu wieder unterschiedlichste Projekte. Die Abschlusspräsentation fand letzte Woche in der Außenstelle der Bezirkshauptmannschaft Bruck-Mürzzuschlag in Mürzzuschlag statt. Unterstützt wird der Jugendprojektfonds durch den SHV Bruck-Mürzzuschlag und Leoben, der Stadtgemeinde Bruck/Mur sowie dem Land Steiermark.

Die Projekte

Von Sketchen, Videos über Theaterstücke und Konzepte bis zu einer Mischung aus Film und Musik war alles dabei. So beschäftigten sich beispielsweise Schüler des BORG Kindberg in ihrem Projekt mit der Interpretation des Bösen, wobei die Reflexion von Wertvorstellungen und deren Veränderung im Mittelpunkt stand. In einem daraus entstandenen Video machen sie auf den Missbrauch sozialer Medien aufmerksam, verbunden mit musikalischen Darbietungen.
Die Jugendgruppe der AHS Bruck/Mur initiierte mit in Bruck untergebrachten Flüchtlingen ein Gemeinschaftsprojekt. Sie besuchten gemeinsam einen Theater-Workshop, verbrachten die Freizeit zusammen. In einem Kurzvideo haben sie ihre Erfahrungen festgehalten.
Schüler des BG Leoben neu konzipierten ein Theaterstück über die Aufnahme eines Flüchtlings in eine Klassengemeinschaft. Einerseits werden darin Angst vor Unbekanntem und die bestehenden Vorurteile thematisiert, andererseits aber auch die daraus entstehenden neuen Situationen, die als Chance genutzt werden.
Christian Ehetreiber, Geschäftsführer der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus, betonte bei der Abschlusspräsentation die Wichtigkeit des gemeinsamen Einsatzes im eigenen Umfeld, aber auch im schulischen Bereich als "einzige Alternative zum politischen Engagement", wie er sagt.
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