01.06.2016, 13:14 Uhr

Tonnenschwerer Job auf der Pretul

Transport mit großem Gerät: Die vielen tonnenschweren Einzelteile werden derzeit auf die Pretul geliefert.

Der Aufbau der 14 Windkraftanlagen hat begonnen. Ein Lokalaugenschein.

Bis der Windpark Pretul Anfang 2017 in Betrieb geht und er grünen Strom für mehr als 22.000 Haushalte erzeugen kann, steht noch viel schwere Arbeit bevor. Für die Errichtung des Windparks inves-tieren die Österreichischen Bundesforste rund 49 Mio. Euro. "Für die 14 Anlagen mit einem Gewicht von je rund 390 Tonnen, sind etwa 200 Großtransporte notwendig", erklärt Projektleiter David Clement. Eine Anlage besteht aus fünf Turmsektionen, drei Rotorblättern, der Nabe, dem Generator sowie dem Maschinenhaus.
Mit schwerem Gerät geht es mit den vielen tonnenschweren Einzelteilen vom Umladeplatz bei der Schnellstraßenabfahrt Mürzzuschlag Ost zehn Kilometer die Forststraße entlang bis auf die Pretul. "Je nach Witterung und Zustand der Zuwegung dauert ein Transport zwischen drei und fünf Stunden", so Clement. Auch eine große Herausforderung: der Wind. "Hubarbeiten sind nur bei geringen Windgeschwindigkeiten möglich, was bei einem optimalen Windkraftstandort wie der Pretul nur selten vorkommt", so Clement weiter.

Erstes Rotorblatt angeliefert

Seit Anfang Mai laufen die Transportarbeiten auf Hochtouren, letzte Woche wurde das erste Rotorblatt auf die Pretul geliefert. Die erste Windkraftanlage soll nächste Woche stehen. In den nächsten Wochen wird auch mit der Verlegung der Kabeltrasse zum Umspannwerk nach Mürzzuschlag begonnen. Die Verkabelung im Windpark ist bereits abgeschlossen. Insgesamt werden für den Windpark 70 Kilometer Kabel gebraucht.
Während der Bauarbeiten werden Sicherheitsabsperrungen für Wanderer eingerichtet. "Der Wanderweg entlang des Kammes wird auf die nördliche Flanke verlegt", sagt Clement. Hinweistafeln und Markierungen werden angebracht.

Details

Der Windpark entsteht in unmittelbarer Nähe zu den bereits bestehenden Windparks Steinriegel und Moschkogel. Er wird auf der Pretulalpe auf rund 1.600 Metern Seehöhe errichtet und reicht von der Amundsenhöhe über die Rettenegger Alm bis zum Schwarzriegelmoos, erstreckt sich über die Gemeindegebiete Mürzzuschlag, Langenwang, Ratten und Rettenegg.

Maßnahmen

Im Rahmen der Errichtung des Windparks Pretul werden auch begleitende Maßnahmen im touristischen sowie im ökologischen Bereich gesetzt: * Bis zum Sommer 2017 wird ein Mountainbike-Rundkurs errichtet. Zudem werden den Anrainergemeinden Elektro-Mountainbikes zur Verfügung gestellt. * In Zusammenarbeit mit den Naturfreunden wird im Sommer 2017 für Kinder im Bereich des Roseggerhauses auf der Pretulalpe ein Alpinspielplatz gebaut. * Auf unterschiedlichen Flächen werden Waldverbesserungsmaßnahmen gesetzt. Altholzzellen, Wildruhezonen sowie Habitatverbesserungen für das Birk- und das Auerwild werden errichtet. * Das Schwarzriegelmoos wird gemeinsam mit Mitgliedern des Landjugend-Bezirks Mürzzuschlag und der Bergwacht Rettenegg renaturiert und eingezäunt. Es werden ein Holzsteg sowie Unterstände errichtet. Schautafeln werden über die hiesige Tier- und Pflanzenwelt informieren.
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