23.06.2016, 14:28 Uhr

Die Lösung hat die Maschine

Christian (li.) und Rene Marhold präsentieren den neu entwickelten Multifunktionstisch.

Bei Marhold, als Stahl- und Maschinenbauer, entstehen Maschinen nach Wunsch.

Im Jahr 1995 hat sich Christian Marhold, gelernter Maschinenschlosser, selbstständig gemacht. Eingemietet in einer Firma in Langenwang, begann er seine erste Ziegelschleifmaschine zu bauen. "Die zweite Maschine hatte dann bereits 13 Tonnen und damit hatte ich zu wenig Platz, ich musste mir etwas Größeres suchen", erzählt Marhold. Gesagt, getan. Im Jahr 2000 mietete sich Marhold als eine der ersten Firmen im Wirtschaftspark- und Gründerzentrum Mürzzuschlag ein.
Mittlerweile ist die Marhold GmbH als Stahl- und Maschinenbauer europaweit Ansprechpartner für Entwicklungs-, Konstruktions- und Produktionsleistungen, deckt damit die Bereiche Transport- und Schleifanlagen, allgemeiner Maschinenbau, Prototypenfertigung, Rohrleitungsbau, Stahl- und Aluminiumbau sowie Reparaturen von Maschinen und Anlagen ab. "Wir sind quasi Problemlöser. Bauen unter anderem für neue Produkte die passende Maschine dazu", so Christian Marhold. Mit Jahresbeginn hat Sohn Rene das Unternehmen übernommen. Er absolvierte die HTL für Elektrotechnik und ist internationaler Schweißfachingenieur, arbeitete bereits zehn Jahre im Familienunternehmen.

"Markt springt wieder an"

"Die Sanktionen gegen Russland haben wir sehr gespürt. 1,5 Millionen Euro haben wir an Auftragsvolumen verloren. Wir waren schon fast bei 15 Mitarbeitern, mussten sehr reduzieren. Der Markt war zusammengebrochen. Schön langsam springt er aber wieder an", erklärt Christian Marhold, der seinem Sohn nach wie vor mit Rat zur Seite steht. Derzeit sind insgesamt vier Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.
Eines der letzten großen Projekte der Marhold GmbH war für Porsche Salzburg. Gemeinsam mit einem Architekten baute das Team für zehn Autos im Konzernschaufenster Aufhängungen, die dreidimensional bewegbar sind. Eines der aufwendigsten Projekte bisher? "Eine Ziegelschleifstraße, die wir nach Russland transportiert haben, vier Lastwagen voll", so Rene Marhold. Neueste Entwicklung des Juniorchefs ist ein Multifunktionstisch, mit dem Plasmaschneiden von Blechen und Formrohren mit Höhenkontrolle sowie Fräsen möglich ist. "Eine Plasmaschneidanlage für Kleinbetriebe. Stahlzuschnitte können damit in leistbarer Größenordnung gefertigt werden", erklärt Rene Marhold. Mit den benachbarten Unternehmen wird regelmäßig zusammengearbeitet, die Synergien genutzt. "Man kann im Betrieb nicht für alles eine eigene Maschine haben", erklärt Christian Marhold abschließend.
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