10.10.2016, 16:04 Uhr

Traditionsbetrieb übernommen

Vogel und Noot ist eines der traditionsreichsten Unternehmen der Hochsteiermark. Die Firma wurde bereits 1872 gegründet. (Foto: Rothwangl)

St. Barbara: Drei Firmen haben Vogel & Noot Landmaschinen gekauft.

Anfang August wurde vom zuständigen Landesgericht Leoben über das Vermögen des Unternehmens Vogel & Noot Landmaschinen GmbH & Co KG mit russischem Eigentümer in St. Barbara-Wartberg ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Laut den Kreditschutzverbänden AKV und KSV lagen die Gründe für die Zahlungsunfähigkeit in einer rückläufigen Auftragslage. Mitgespielt haben vor allem Absatzschwierigkeiten in ausländischen Märkten, insbesondere aufgrund von Finanzierungsbeschränkungen durch die EU-Sanktionen gegenüber Russland. Die Passiva betrugen 17,7 Mio. Euro.
Die angestrebte 30%ige Sanierungsplanquote sei nicht finanzierbar gewesen, hieß es Mitte August seitens der Insolvenzverwalter. Wie die Kanzlei Graf & Pitkowitz nun Ende September mitteilte, wurde die Vogel & Noot Landmaschinen GmbH & Co KG verkauft. Die Erwerber sind die belgische Firma Beyne NV und die beiden deutschen Unternehmen Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co KG sowie die Präzi-Flachstahl AG. Alle seien branchenerfahrene Unternehmen, heißt es seitens der Kanzlei. Der Standort Wartberg (Verschleißteilproduktion), die beiden Produktionsstätten in Ungarn und die Vertriebsstätte in Rumänien bleiben erhalten, berichteten die Insolvenzverwalter. Für den Standort in Wartberg ist künftig die Firma Beyne NV zuständig. Rund 60 der 108 Jobs dürften erhalten bleiben.

Lokalaugenschein

Kürzlich besuchte LH-Stv. Michael Schickhofer, gemeinsam mit St. Barbaras Bgm. Jochen Jance, die Vogel & Noot Landmaschinen GmbH & Co KG. "Ich weiß, dass die Lage vor Ort schwierig ist. Gerade deswegen ist es mir wichtig, dass ich mir hier persönlich ein Bild machen kann. Daher habe ich im Betrieb die volle Unterstützung des Landes für die Belegschaft und die neuen Eigentümer versichert. Gemeinsam mit dem AMS möchte ich erreichen, dass es wieder aufwärts geht. Der Standort in St. Barbara im Mürztal ist mir wichtig", so LH-Stv. Schickhofer. "Eine weitere, modernisierte Linie soll aufgebaut werden, um sich dem Mitarbeiterstand von vorher anzunähern", sagt Jance.
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