26.09.2016, 09:36 Uhr

Mit Schwung in die Pension

Rund 20 Jahre verbringt jeder Mensch durchschnittlich in der Pension. Zeit, zu genießen. (Foto: wavebreakmediamicro/panthermedia)

Tipps, wie glückliches Älterwerden gelingen kann und man fit in die dritte Lebensphase geht.

Die Menschen werden immer älter. Laut Prognosen wird im Jahr 2030 rund ein Drittel der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein. "Damit dieser biologische Prozess für die Betroffenen auch zufriedenstellend verläuft, lohnt es sich, bewusst einzugreifen", sagt Maria Auinger, diplomierte Lebensberaterin aus Linz. Dabei gibt es laut der Expertin viele Schrauben, an denen man drehen kann. Dazu gehören etwa gesunde Ernährung, viel Bewegung, Gedächtnistraining, sinnstiftende Aufgaben oder die richtige Lebenseinstellung. "Die Gerontologin und Soziologin Margit Gross vertritt die Meinung, dass es zu einem großen Teil an uns selbst liegt, ob wir gut älter werden", sagt Auinger.

Großer Einschnitt
Die Pension markiert für die meisten eine massive Lebensveränderung – weg vom Berufsleben und den Verpflichtungen hin zu viel freier Zeit. Dazu kommen der Wegfall der gewohnten Tätigkeit und der Kontakte zu den Arbeitskollegen. Das betrifft vor allem jene stark, für die die Arbeit stark im Mittelpunkt des Lebens stand. "Viele träumen von der Pension, wissen dann aber nichts mit der neu erworbenen Zeit anzufangen." Auch privat gibt es rund um diesen Zeitpunkt oft viele Veränderungen, die eine Neuorientierung erfordern: die Kinder ziehen aus, man wird mit dem Tod geliebter Menschen, einer Scheidung oder einer Krankheit konfrontiert. "Viele führen Gewohnheiten weiter, die aus der Zeit stammen, als die Kinder noch im gemeinsamen Haushalt lebten. Diese sind irgendwann jedoch nur noch eine leere, starre Hülle. Auch verlockende Angebote wie Reisen bringen oft keine langfristige Erfüllung", weiß Auinger.


Alleinsein kann guttun, doch zuviel belastet den Körper. (Foto: Feffer-Holik)

Warum Einsamkeit dem Körper schadet

(sfh). Wer sich einsam fühlt, sollte unbedingt aktiv werden und wieder auf Menschen zugehen. Denn wer sich regelmäßig mit Freunden trifft, etwa um zu plaudern, bleibt gesünder. Bei einer Studie in den USA wurde untersucht, warum Einsamkeit für unsere Gesundheit gefährlich werden kann. Zu viel Alleinsein beeinflusst das Immunsystem negativ, das Risiko für chronische Erkrankungen steigt. Beteiligt daran ist ein Gen, das bei Entzündungen eine große Rolle spielt und negative Stoffwechselprozesse fördert.

Neue Gewohnheiten
Die durchschnittliche Lebenserwartung zeigt, dass man heutzutage im Durchschnitt mindestens 20 Jahre in der Pension ist, ein Großteil davon bei guter Gesundheit. "Das ist eine sehr lange Spanne, die es wert ist, sich neu zu orientieren. Die letzte große Lebensphase bietet viele Möglichkeiten, zur persönlichen Entfaltung. Nehmen Sie sich die Freiheit, diesen Lebensabschnitt zu planen, um Ihre Träume und Wünsche für ein erfülltes Leben Realität werden zu lassen", rät die Lebensberaterin. Dazu gehört nicht nur, sich neue Gewohnheiten und Aktivitäten zuzulegen sondern auch, optimistisch zu sein. "Optimisten haben nicht das Glück, dass ihnen das Leben immer die Schokoladenseite zeigt, aber sie sehen bewusst das Positive. Schon der berühmte Psychologe Martin Seligman wusste, dass Optimisten länger leben - und Optimismus kann man lernen."


Bettruhe und ausreichend Schlaf sind Heilmittel. (Foto: djd/G. Pohl)

Erkältungen sind gerade für Senioren gefährlich

Eine Erkältung zu bekommen hat nichts mit Pech oder Glück zu tun. Sich warm und trocken zu halten reicht oft allein nicht aus: Ob jemand krank wird oder nicht,m entscheidet die Immunlage. Manchmal arbeitet das Immunsystem nicht optimal und schafft es nicht, die Krankheitserreger abzuwehren. Das kann durchaus auch altersbedingt sein. Bei einer schwachen Körperabwehr besteht jedoch die Gefahr, dass Viren oder Bakterien sich im Körper ausbreiten. Daher sollten gerade Senioren einen Schnupfen oder Husten nicht auf die leichte Schulter nehmen. Auch hinter nur leichtem Fieber kann ein ernster Infekt stecken. Bei deutlichen Warnzeichen wie Atemnot, Husten mit gefärbtem Auswurf oder Schmerzen im Brustkorb sollte schnellstens ein Arzt zurate gezogen werden. Um diesen Komplikationen vorzubeugen ist es ratsam, sich auch bei nur leichten Erkältungsanzeichen zu schonen. Bettruhe, Wärme in Form einer Wärmflasche oder eines Fußbads gehören, genauso wie ausreichend Schlaf, zu den besten Heilmitteln bei Erkältung.

Gewonnene Mobilität durch das Elektrofahrzeug

Viele Menschen sind im Alter oft nicht mehr so gut zu Fuß. Jeder Schritt schmerzt und das führt dazu, dass sich Senioren immer mehr aus der Gesellschaft zurückziehen. Sie verstecken sich in den eigenen vier Wänden und auch selbst wird man kaum mehr besucht. Eine tolle Lösung sind Elektrofahrzeuge, mit denen man die Menschen in der näheren Umgebung wieder besuchen kann. Mit diesen Geräten erlangen Senioren ihre Mobilität und Unabhängigkeit zurück und kommen unter Leute. Die Fahrzeuge sind einfach zu bedienen und können auch gebraucht gekauft oder sogar ausgeliehen werden.


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