28.07.2016, 09:39 Uhr

Die Geige in der Hand und Klassik im Blut

Lore Schrettner freut sich auf die internationale Musikwoche, die ab 29. Juli über die Bühne geht. Foto: Leitner

Musikschuldirektorin Lore Schrettner organisiert die Musikwoche.

GROSSLOBMING/ST. MAREIN. Über 8.000 Nächtigungen hat die internationale Musikwoche, die seit 35 Jahren über die Bühne geht, der Gemeinde Lobmingtal bisher beschert. Ganz besonders freut das Lore Schrettner, die Direktorin der Knittelfelder Musikschule.

Wunsch nach Regionalität

Sie hat schon von Anfang an bei der Musikwoche tatkräftig mit angepackt und die Organisation rund um das beliebte Event übernommen. „Früher bin ich mit meinem Jugendstreichensemble öfter in Erl aufgetreten. Irgendwann wollten wir in der Heimat ein musikalisches Arrangement starten“, erzählt Schrettner. Der künstlerische Leiter war damals Albert Kocsis. „Er war begeistert von der jungen Frische“, erinnert sich Schrettner.

Von Anfang an ein volles Haus

Der passende Veranstaltungsort war schnell gefunden: die Fachschule Großlobming. Und dank einiger Unterstützer und Spenden konnte auch der eine oder andere Künstler engagiert werden. Heute spielen die Musiker nicht nur in der Fachschule, sondern auch in den Kirchen St. Marein und Großlobming sowie im G‘Schlössl Murtal. „Ein volles Haus hatten wir von Anfang an“, freut sich Lore Schrettner noch heute.

Ihre Leidenschaft ist Musik

Ihr Engagement kommt nicht von ungefähr: Seit ihrem achten Lebensjahr spielt sie mit viel Leidenschaft Geige und war nach dem Studium an der Musikhochschule Graz Dozentin an der Musikakademie Kassel. Wieder ein Schritt, zu dem sie ihr guter Freund Albert Kocsis ermutigt hat. „Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich wieder zurückkomme“, schmunzelt Schrettner. Im Jahr 1993 wurde ihr aber die Stelle der Musikschuldirektorin in Zeltweg angeboten, welche sie nach vielen Überlegungen tatsächlich annahm.

Ensemble kommt nach Großlobming

„Damals bin ich noch zwei- bis dreimal im Monat zwischen Kassel und Zeltweg gependelt“, sagt Schrettner. „Schließlich hatte ich auch in Deutschland einiges zu tun.“ Beispielsweise die Leitung der „Louis Spohr-Sinfonietta“, welche sogar den Sonderpreis der Mailänder Scala erhalten hat. Das Ensemble kommt übrigens auch für die diesjährige Musikwoche wieder nach Großlobming. „Da reichen ein paar Tage, um zu proben. Durch die vielen Jahre spielen wir sehr gut zusammen“, erzählt die Geigerin. Heute leitet sie außerdem das „Kammerorchester Accento“ und das „Accento Junior Orchester“ der Musikschule Knittelfeld, wo sie seit 2004 als Direktorin tätig ist.
Schrettner ist übrigens eine der wenigen Direktoren, die sich hauptsächlich mit Klassik befassen. Für manche vielleicht überraschend: Auch bei der Jugend kommt das sehr gut an. Schrettner: „Es ist einfach stilbildend.“

Info

Lore Schrettner wurde in Knittelfeld geboren. Studium der Musikhochschule Graz, anschließend Dozentin für Violine an der Musikakademie Kassel.
Ab 1993 war Schrettner Musikdirektorin in Zeltweg, seit 2004 in Knittelfeld.
Ensembles: Das „Kammerorchester Accento“, das „Accento Junior Orchester“ sowie die Louis Spohr-Sinfonietta.
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