21.07.2016, 09:59 Uhr

Kaufen und essen mit grünem Herz

Die Steirer lieben es, zu genießen - dabei greifen sie gerne auf regionale Marken zurück. Foto: ikarus.cc

Jeder Bezirk hat regionale Aushängeschilder in Sachen Lebensmittel.

MURTAL. Du bist, was du isst: steirisch, durch und durch. Laut einer bmm-Studie liegen heimische Nahrungsmittel voll im Trend. So greifen knapp drei Viertel der Steirer beim Einkauf gerne und oft zu Produkten, die aus „Steirerhand“ stammen. Mehr als 85 Prozent der befragten Konsumenten wünschen sich sogar ein noch breiteres Angebot an heimischen Lebensmitteln.

Umweltfreundlich

Hier schlummert auch noch viel Potenzial, denn die Mehrheit der Steirer ist auch bereit, für regionale Produkte im Schnitt bis zu 15 Prozent mehr zu bezahlen. Die Gründe liegen auf der Hand: Wer sein Wagerl „steirisch“ füllt, sichert damit nicht nur die Arbeitsplätze in seiner Region, sondern schont auch noch die Umwelt durch kurze Transportwege. Die Palette der steirischen Produkte ist dabei so vielfältig wie die Landschaft selbst.

Wahrnehmung mit allen Sinnen

So wird in Murau seit mehr als 500 Jahren Bier gebraut, welches heute nicht nur einen Fixplatz in den regionalen Kaufhausregalen eingenommen hat, sondern auch weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt und beliebt ist.
Noch dazu wird in der Brauerei Murau Nachhaltigkeit großgeschrieben: Sie ist die erste „Niedertemperatur-Brauerei über 100 Hektoliter“ Europas und produziert ihr Bier CO2-neutral. Wärme wird ausschließlich aus dem Murauer Biomasse-Kraftwerk bezogen und keine fossilen Brennstoffe mehr verwendet, der Strom kommt von Wasserkraftwerken. Wer sich von Murauer Bier überzeugen will, kann dies nicht nur durch den Genuss des Endprodukts tun. Derzeit wird an einer „Brauerei der Sinne“ gebaut, eine Schau- und Erlebnisbrauerei, welche den Besuchern eine besondere Art der Wahrnehmung möglich machen soll.

Milch erleben

Rund 180 Mitarbeiter beschäftigt einer der größten Arbeitgeber der Region - und der hat sich ganz den Milchprodukten verschrieben. Die Obersteirische Molkerei produziert in Knittelfeld, Spielberg und Kapfenberg und zählt zu
den Top Ten-Molkereibetrieben Österreichs. Auch hier wird bald ein Blick hinter die Kulissen möglich sein: In Knittelfeld entsteht eine „Erlebniswelt Milch“, die am Freitag, 28. Oktober, offiziell eröffnet wird. Die „Erlebniswelt Milch“ ist eine Art „gläserner Betrieb“, wodurch Kunden Einblick in die Molkerei bekommen.

Etwas Süßes gefällig?

Im Murtal findet man außerdem süße Steirermarken, beispielsweise den Seckauer Lebkuchen. Er stammt, wie der Name schon sagt, nicht weit entfernt von der Benediktiner-abtei, genauer gesagt aus der Manufaktur von Michael
Regner. Der Familienbetrieb hat sich mit dem speziellen Lebkuchen-Rezept überregional einen Namen gemacht.
Nicht zu vergessen Josef Kern aus Obdach - in seiner Konfiserie schafft er schokoladige Raritäten und spezielle Kreationen. Zwei seiner süßen Ideen hat er namentlich sogar seiner Heimat gewidmet: Die „Zirbenkugel“ sowie die „Lärchenkugel“ stoßen bei Pralinenfreunden stets auf große Beliebtheit.

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