12.09.2016, 00:56 Uhr

Suzanne Barfuss: In der Zwischenwelt „Wachtraumzeit“

Murau: Raffaltplatz |

Ausstellung drei im „artmur“-Atelier

Nach „AndersBaum“ im Jahr 2014 und „Mythos Mensch“ 2015 wurde mit der Vernissage am 2. September 2016 mit „Wachtraumzeit“ die dritte Ausstellung von Suzanne Barfuss In ihren „artmur“ Werkstatträumen am Raffaltplatz Murau eröffnet. Freunde, Bekannte und Gäste trafen sich, um real in eine Zwischenwelt entführt zu werden. Ein Freund der Familie wünschte gute Schauerlebnisse mit Herz und Hirn. „Bildende Kunst ist unerklärbar, gute bildende Kunst selbsterklärend.“
Suzanne Barfuss: „Was ich gemacht habe, hat mit Wach-Sein, aber auch mit Traum-Sein zu tun, eigentlich eine Zwischenebene, die Beschäftigung mit der Zeit. Dinge die man tut, sind im nächsten Augenblick Vergangenes. - Diese Zeitfenster stimmen irgendwie nicht!“ .

Liebe, Tod, Geburt

Was ihre von 1987 bis 2016 entstandenen Arbeiten verbindet? „Mir ist aufgefallen, dass mich das Thema Zeit sehr beschäftigt!“ Wobei die oft schriftgrafikbetonten Arbeiten beispielsweise aus Collagen und Übermalungen bestehen, die mit alten Artefakten wie Federn, Papieren, zusammen mit ihren neuen Zeichnungen in ein neue Bilder verschmolzen wurden. Auch Heiligenbilder wurden auf diese Weise mit neuen Bezügen versehen, Gedichte zu den Arbeiten geschrieben. „Wenn eine fertig war, endlich, war sie auch schon wieder vergangen und es war ganz spannend, ich würde sagen, zeitexperimentell!“ Suzanne Barfuss versucht in ihren Bildern, „die Zeittrennung gestern - heute - morgen mit meinen Bildern irgendwie zu durchbrechen!“ Die Themen der Collagen und teilweise 300 Jahre alten Papiere, die sie teilübermalt hat, zarte Arbeiten, sind Liebe, Tod und Geburt. „Alles in einer Art Traumwelt, die zwischen Wachsein und Träumen steckt, einer Zwischenwelt, die ich Wachtraumzeit genannt habe!“ Bei der Erstellung ihres Ausstellungskataloges wurde ihr bewusst, dass man kreativ die Möglichkeit des Verschmelzens zwischen Vergangenem, Jetzigem und Morgen hat. „Beim Zeichnen geht das. Im wirklichen Leben nicht!“
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