11.05.2016, 22:52 Uhr

Ein Lautdenker mit leisen Tönen

Lautdenker Christian Gruber auf der Bühne. Foto: Kanal 3/Bruncic

Christian Gruber will mit Lyrik und Songs zum Nachdenken anregen.

GAAL. „Ich habe eine Meinung und vertrete sie auch“. So einfach erklärt sich der Antrieb von Christian Gruber, immer wieder mit Texten und Liedern auf sich aufmerksam zu machen. Mittlerweile ist der 35-Jährige in der Region als „Lautdenker“ bekannt. Woher kommt dieses Synonym? „Die Zusammensetzung aus ‚laut‘ und ‚denken‘ hat mich fasziniert. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass man auch recht hat“, erklärt Gruber.

Nachdenken

Diesen Anspruch stellt er ohnehin nicht an sich selbst. Viel mehr will er mit seinen Texten zum Nachdenken anregen. Dabei beschäftigt er sich vor allem mit den Themen Gesellschaftskritik oder Politik, aber auch persönliche Erfahrungen fließen in seine Werke ein. Gruber: „Grundsätzlich sind es positive Gedanken. Ich will aber auch hinterfragen.“

„Kumm klana Nazi“

Mit seinem Song „Kumm klana Nazi“ hatte er beispielsweise einen Auftritt im Regionalsender Kanal 3. Das Lied richtet sich „an die scheinbare Elite, die noch 70 Johrn wieda erwocht.“ Der Lautdenker will damit nicht provozieren, sondern übermittelt ein Angebot: „I zag dir, wos is Leben hast, ohne dass ma hosst.“ Es ist ein Statement gegen Hass und Rassismus, eine Aufforderung zum Dialog.

Hinterfragen

Das Themenfeld Politik ist in Grubers Liedern wiederkehrend, dabei bezeichnet er sich selbst nicht als politischen Menschen. „Ich habe keine politische Gesinnung. Aber ich möchte das System hinterfragen und mir so meine eigene Meinung bilden. Auch zum Glauben habe ich so meine eigenen Gedanken.“

Unplugged

Und diese präsentiert er am Mittwoch, dem 18. Mai, um 19 Uhr in der Kastanienlaube in Judenburg. Dort stellt er seine „Gedanken unplugged“ bei freiem Eintritt vor. Zwischen 15 und 19 Lieder hat er für diesen Auftritt im Repertoire, natürlich alle aus eigener Feder - entstanden im hauseigenen Keller in der Gaal. Er setzt sich nur mit Gitarre und seiner Stimme auf die Bühne, obwohl er weiß: „Der größte Sänger bin ich nicht.“ Trotzdem wird es ein ganz persönliches Konzert.

Kostproben vom Lautdenker
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