13.10.2016, 09:00 Uhr

Zwei Volksschulen werden geschlossen

In St. Margarethen soll ein Schulzentrum entstehen. Foto: Verderber

St. Margarethen legt seine drei Volksschulen freiwillig zusammen.

ST. MARGARETHEN. Zu Beginn des Vorjahres wurden die drei Gemeinden St. Margarethen, St. Lorenzen und Rachau zur neuen Gemeinde St. Margarethen bei Knittelfeld zusammengelegt. Seitdem gab es auch die etwas kuriose Situation, dass die Gemeinde über drei Volksschulen und drei Kindergärten verfügt. Das wiederum soll sich nächstes Jahr ändern.

Eigene Studie

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht einfach gemacht. Wir wollen sicher nicht alles zudrehen, aber wir müssen mit unseren Finanzen auskommen“, skizziert Bürgermeister Erwin Hinterdorfer. Über mehrere Monate wurden Gespräche geführt und auch eine Studie des Landes Steiermark verfasst. Darin enthalten sind mehrere mögliche Varianten. Am Ende steht laut Hinterdorfer nun die „beste Lösung“.

An der Grenze

Ab Sommer soll es nur noch die Volksschule St. Margarethen geben, die künftig auch von den Kindern aus der Rachau und St. Lorenzen besucht wird. Grundlage für diese Entscheidung sind Schülerzahlen und Sanierungsbedarf der Gebäude. In der Rachau und St. Lorenzen ist man zuletzt knapp an der Grenze von 20 Kindern gewesen. Der Beschluss zur Zusammenlegung ist im Gemeinderat bereits diskutiert und mit 13 zu einer Stimme angenommen worden. „Es war wichtig, dass wir das schon im Vorfeld gut aufbereitet haben“, freut sich Hinterdorfer.

Erweitert

Die Volksschule St. Margarethen muss für diesen Zweck saniert und erweitert werden. Die Kosten werden auf rund 2 Millionen Euro geschätzt, ein Großteil davon soll über Bedarfszuweisungen des Landes fließen. Läuft alles nach Plan, wird die neue Volksschule St. Margarethen bereits im September 2017 eröffnet. Und zwar mit moderner Einrichtung und natürlich barrierefrei. Die Schülerzahl soll sich dann zwischen 85 und 90 in vier Klassen einpendeln. Derzeit gibt es in St. Margarethen 42 Kinder in drei Klassen. „Wir freuen uns über diese Entscheidung - das ist sehr zukunftsweisend“, sagt Direktorin Elke Leopold.

„Beste Lösung“

„Die Zusammenführung ist auch für die Kinder die beste Lösung“, sagt der Bürgermeister. „Die Entfernung ist sicher zumutbar und viele sind ohnehin jetzt schon mit dem Schulbus unterwegs.“ Da sich derzeit auch der Rachauer Kindergarten im Schulgebäude befindet, wird dieser ebenfalls nach St. Margarethen siedeln. Jener in St. Lorenzen soll allerdings weiterhin bestehen bleiben.

Unterschriftenliste

Die Bürger wurden bereits mittels Bürgermeisterbrief von der Entscheidung informiert. Kritische Stimmen hat es im Vorfeld gegeben, auch von einer Unterschriftenaktion gegen die Schulschließungen war die Rede. „Diese habe ich aber nie gesehen“, sagt der Ortschef und unterstreicht: „Mit dieser Entscheidung ist der Schulstandort für 15 bis 20 Jahre gesichert.“
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