04.05.2016, 09:31 Uhr

Bezirksgericht: Entscheidung am 11. Mai

Bürgermeister Gerald Schmid: Bezirksgericht wäre günstigste Variante. Foto: KK

Asylheim oder Haus der Vereine? Gemeinderat muss entscheiden.

KNITTELFELD. Die Gerüchteküche brodelt seit Wochen, mittlerweile hat sich das Vorhaben bestätigt. Das ehemalige Bezirksgericht in Knittelfeld sollte mittels Durchgriffsrecht des Bundes zu einem Asylheim umfunktioniert werden. „Wir haben sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt“, sagt Bürgermeister Gerald Schmid (SPÖ). Offensichtlich hat sich der Aktionismus ausgezahlt. Mittlerweile steht eine andere Lösung für das Gebäude im Raum: Es soll zum lange geplanten „Haus der Vereine“ werden.

Quote erfüllt

Schmid erklärt die Beweggründe dahinter: „Wir reden hier von über 100 Asylwerbern mitten in der Stadt. In so einem Gebäude ist Integration unmöglich, das wäre entgegen all unserer Bemühungen gewesen.“ Die Stadt beherbergt jetzt schon rund 190 Asylwerber, aufgeteilt auf mehrere kleine Quartiere. Die geforderte Quote von 1,5 Prozent sei damit erfüllt.

Option gesichert

Die Suche nach einer alternativen Lösung musste schnell gehen. Die Stadtgemeinde hat sich eine Option für den Kauf des Gebäudes gesichert, diese gilt bis 15. Mai. Am Montag wurden die Fraktionsführer in einer Stadtratssitzung informiert. Nächste Woche soll das Vorhaben in einer außerordentlichen Gemeinderatssitzung beschlossen werden. Dafür wird eine Zweidrittelmehrheit nötig sein. „Da sehe ich kein Problem“, ist der Bürgermeister zuversichtlich. Die Stimmen von SPÖ und FPÖ würden beispielsweise schon ausreichen.

Positive Signale

FP-Vizebürgermeister Siegfried Oberweger signalisiert jedenfalls Zustimmung: „Ich muss mich noch mit meiner Fraktion beraten. Es gibt noch einige offene Fragen, dann dürfte dem aber nichts mehr im Weg stehen“. KPÖ-Stadträtin Renate Pacher fühlt sich nicht ausreichend informiert: „Wir sind prinzipiell für ein Haus der Vereine. Ich wünsche mir aber im Vorfeld noch eine Begehung des Hauses.“ Rene Jäger (ÖVP) stößt ins selbe Horn: „Man muss die Stellungnahmen abwarten. Wenn es die günstigste Variante ist, werden wir nicht dagegen sein.“

Mehr dazu in der aktuellen Murtaler Zeitung.
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