14.07.2016, 09:26 Uhr

Casino Grand Prix: Jackpot für Alpenspan

Der siegreiche Dieter Köfler mit den Sponsoren Ladislaus Hartl, Andreas Sauseng sowie LAbg. Hermann Hartleb.

„Hugo-, Hugo-Rufe“ und ein Doppelsieg der Alpenspan-Reiter Dieter Köfler und
Anton Martin Bauer.

FARRACH. Spannung, Dramatik und enormes Publikumsinteresse herrschten anlässlich des Casino-GP beim Auftakt der diesjährigen Zeltweger Reitsporttage.

Das erste von insgesamt drei Springreit-Wochenenden in Serie auf der Anlage der Familie Kaltenegger sorgte nicht nur für volles Haus auf den Zuschauerrängen, sondern auch in den Stallungen und Boxen.

400 Pferde mit 200 Reitern im Einsatz


Rund 400 Pferde mit 200 Reitsportlern waren sportlich im Einsatz und zeigten an den vier Turniertagen in 33 Bewerben (Klasse 115 bis 150 Zentimeter) hervorragenden Springreitsport.

Rund 1.300 Starts waren notwendig, ehe die Platzierungen in den unterschiedlichsten Kategorien feststanden und Preisgelder in Höhe von insgesamt 41.000 Euro ausgeschüttet wurden.

Regie führten in bewährter Weise Max und Friedl Kaltenegger, unterstützt von unzähligen freiwilligen Helfern, angeführt von Mitgliedern des Reitclubs Farrach-Kaltenegger und Farracher Florianijüngern.

Für selektive und abwechslungsreiche Umläufe sorgten die Parcoursbauer Kris van Gelder, Manfred Lemmerer und Eran Giuli-Besso.

Fanliebling Hugo Simon


Seit vielen Jahren zählt Hugo Simon zum Publikumsliebling bei den Turnieren des RC Farrach-Kaltenegger. Dementsprechend flogen „Hugo Nationale“ auch diesmal die Fanherzen zu, wie „Hugo-, Hugo-Rufe“ aus dem Publikum bestätigten.

Dass es die rot-weiß-rote Reitsportlegende knapp vor ihrem 74. Geburtstag nach wie vor kann und ein Erfolgsgarant am Pferderücken ist, haben die Auftritte und guten Platzierungen auf „Freddy 7“ und „C.T.“ bestätigt.

Nach Platz fünf in der Qualifikation zählte der „Altmeister“ natürlich auch beim Casino Grand Prix am Sonntag-Nachmittag zum engsten Favoritenkreis. Das bestätigte auch das Ergebnis nach dem äußerst schwierigen Grundumlauf, wo Simon gemeinsam mit Qualisieger Dieter Köfler, Anton Martin Bauer (beide Team Alpenspan) und dem bisherigen Casino GP-Gesamtführenden Christian Schranz fehlerfrei blieb.


Köfler im Stechen souverän


Im alles entscheidenden Stechen der vier rot-weiß-roten Springreitmusketiere nützte Köfler den Vorteil als Letzter des Quartetts, den Stechparcours in Angriff zu nehmen und legte in souveräner Manier den einzigen fehlerfreien Umlauf hin.

Damit sicherte sich der Kärntner auf „Askaban 15“ nicht nur zum zweiten Mal in dieser Saison einen Casino GP-Sieg, sondern übernahm vor dem Finale in Preding mit einem minimalen Vorsprung von fünf Punkten auch die Gesamtführung.

„Bei erschwerten hochsommerlichen Temperaturen ist es perfekt gelaufen. Beim Stechen hatte ich einen kleinen Vorteil, ich konnte alle drei Konkurrenten beobachten und hab gewusst, was notwendig ist.“

Tolles Comeback von Bauer


Der ehemalige Sachendorf-Reitsportler Anton Martin Bauer feierte nach 2-jähriger Verletzungspause ein sensatio-nelles Comeback. Auf „Viper Van Huize Ruisdael“ verzeichnete er im Stechen zwar einen Fehler, belegte aber Rang zwei und fixierte damit ganz in der Nähe des Firmensitzes einen Doppelsieg für das Alpenspan-Team:

„Ich bin sehr froh, dass mein Pferd so gut gesprungen ist. In meiner Heimat wieder vorne zu stehen ist ein super Gefühl. Ich musste als erster beim Stechen alles riskieren, aber wenn Dieter gewinnt ist man gerne Zweiter. Die vier besten Pferde waren vorne und ein Alpenspan-Doppelsieg ist doppelt schön. Nach meiner langwierigen Sprunggelenksverletzung und dem Verbot der Ärzte habe ich nicht mehr damit gerechnet dass ich nochmals in den Reitsport zurückkehre. Wo ein Wille ist, ist aber auch ein Weg.“


Wolfgang Pirker als erster Gratulant


Als erster Gratulant stellte sich beim erfolgreichen Alpenspan-Duo Teamchef Wolfgang Pirker ein, der mit seinen sportlichen Aushängeschildern um die Wette strahlte.

Simon riskierte im Stechen alles und verzeichnete auf „C.T.“ auf dem Weg zum dritten Platz zwei Abwürfe. Damit muss die österreichische Reitsportlegende, die seit rund 30 Jahren bei Turnieren in Farrach dabei ist, weiter auf den ersten Grand Prix-Sieg im Aichfeld warten:

„Wenn man in Farrach im Stechen ist, muss man alles geben, leider ist es nicht ganz geglückt. Ich musste vorne wegreiten, weil hinter mir noch zwei schnelle Pferde kamen. Platz drei ist es geworden, ich bin sehr zufrieden.

Ich gratuliere Dieter, er hat die Quali gewonnen und insgesamt eine Superleistung geboten. Danke an das Publikum und an Max und Friedl Kaltenegger, ich werde sicherlich wiederkommen.“


Am Rande des Turnierwochenendes hat Simon auch das Versprechen abgegeben, seinen letzten Karriere-Parcours auf der Anlage der Familie Kaltenegger zu bestreiten.

Der vierte Reiter im Bunde, Christian Schranz, verpatzte den Stech-Parcours total und musste sich schließlich mit dem vierten Platz, der gleichzeitig den Verlust der Casino GP-Gesamtführung bedeutet, zufriedengeben.



Fritz Meyer, Alfred Taucher
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