17.06.2016, 08:34 Uhr

Fairnesspreis für Stvarnik

Für Bauprojekt ausgezeichnet. Mit dem Fairnesspreis des Österreichischen Baugewerbes ausgezeichnet: Michael Stvarniks Projekt des betreuten Wohnens in der Judenburger Ederbastei. (Foto: KK)
Autor: Heinz Waldhuber



Das Bauunternehmen Stvarnik wurde mit dem Fairnesspreis des Baugewerbes ausgezeichnet.

FOHNSDORF. Mit dem Fairnesspreis des österreichischen Baugewerbes, dem „Coronati“, wurde das im vergangenen Jahr fertiggestellte Wohnprojekt „Betreutes Wohnen“ in der Judenburger Ederbastei ausgezeichnet. Als Generalunternehmen zeichnete das Fohnsdorfer Bauunternehmen Stvarnik für die Ausführung verantwortlich.
Herausragende Planungs- und Bauleistungen prägten die Einreichungen für den „Coronati 2016“. Am Ende zeichneten die Bauinnungen im Zuge die drei bestgereihten Bauprojekte aus, die zusammen ein Preisgeld von 10.500 Euro entgegennehmen konnten. Neben dem Domquartier Salzburg und dem Smart City-Projekt von Gleisdorf holte sich Baumeister Michael Stvarnik den dritten Preis.
„Der Coronati repräsentiert die gelebte gesellschaftliche Verantwortung der Bauwirtschaft“, stellte Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel bei der Preisverleihung fest. „Ideen und neue Wege für mehr Fairness gegenüber Mensch und Umwelt sind unserem Berufsstand ein zentrales Anliegen und verdienen eine Würdigung. Mit dem Coronati wollen wir dementsprechende Projekte und die dafür verantwortlich zeichnenden Menschen vor den Vorhang holen.“ Mit dem Coronati werden jene Bauprojekte ausgezeichnet, die hinsichtlich der Kriterien ökologisch und ökonomisch, modern und innovativ, aber auch ethisch und sozial besonders herausragend sind. Eine hochkarätige Jury, bestehend aus 13 Experten, bewertete die Projekte. Benannt wurde der Preis nach den „quatuor coronati“, vier gekrönte Bauleute, die unter dem römischen Kaiser Diokletian den Märtyrertod starben, nachdem sie einen Bauauftrag aus ethischen Gründen abgelehnt hatten.
Die zentrale Herausforderung beim Projekt von Baumeister Michael Stvarnik lag im Umgang mit der bedeutsamen, historischen Bausubstanz: Der Ursprungsbestand des Gebäudes geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Für das Stadtbild und eine Belebung des Stadtviertels wurde die historische Bausubstanz von allen späteren Anbauten freigestellt. Für einen ökonomischen Betrieb des betreuten Wohnens war die Errichtung eines separaten Objektes erforderlich. So konnten 14 Wohneinheiten für betreutes Wohnen samt Aufenthaltsraum und Verwaltungseinheit geschaffen werden.
Bei der Revitalisierung des his-torischen Hauptbaukörpers wurde besonderes Augenmerk auf den Einsatz von Baustoffen gelegt, welche bereits beim Ursprungsbau eingesetzt wurden. Durch die Rückführung und Freistellung des historischen Hauptbaukörpers wurde ein wesentlicher Schritt zur Erhaltung bestehender Bausubstanz im Zentrum von Judenburg getätigt. Die Hauptarbeiten wurden in den Winterzeiten durchgeführt, um die Mitarbeiter durchzubeschäftigen. Auf der gesamten Baustelle war kein Leihpersonal im Einsatz und es erfolgte durch die Professionisten keine Subvergabe, da diese vertraglich untersagt war.
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